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Ein Licht im Advent Robinienhof-Schule braucht neuen Snoezelraum: Spenden gesucht
Thema Specials Ein Licht im Advent Robinienhof-Schule braucht neuen Snoezelraum: Spenden gesucht
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07:00 16.11.2019
Kuscheln, dösen, Sinne erfahren: Benny und Mark nutzen häufig den Snoezelraum. Doch der bedarf einiger Erneuerungen. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Benny und Mark kuscheln sich in die Kissen, beobachten die Blubberbläschen in der Wassersäulen-Lampe und genießen die Dunkelheit. Häufig sind die zwei neunjährigen Jungen im Snoezelraum der Bornaer Robinienhof-Schule anzutreffen. Hier können sie entspannen, ausruhen und neue Kraft tanken für die nächsten Unterrichtsstunden.

Doch der Raum in der Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ ist längst in die Jahre gekommen. Rund 25 Jahre ist es her, dass der Förderverein gemeinsam mit dem Schulträger, dem Landkreis Leipzig, ein Wasserbett, Spielzelt und Lichtdusche zur Verfügung stellten. Ein zugehöriger Sternenhimmelprojektor ist defekt, genauso wie Lichtschläuche und das Rückzugszelt. Doch Geld für eine Erneuerung fehlt dem Förderverein, weshalb die LVZ ihre Leser dazu aufruft, kleine oder große Summen zu spenden.

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Kuscheln, dösen, Sinne erfahren: Benny und Mark nutzen häufig den Snoezelraum. Doch der bedarf einiger Erneuerungen. Quelle: Julia Tonne

Robinienhof-Schule zog 1998 in die Pawlowstraße um

Als die Robinienhof-Schule 1998 vom alten Standort in der Deutzener Straße an den jetzigen Standort in die Pawlowstraße zog, wurde ein Großteil der Ausstattung des Snoezelraumes mitgenommen – und seitdem durchgehend genutzt. „Die einzelnen Komponenten in einem Snoezelraum sind teuer“, betont Toralf Simon, stellvertretender Schulleiter und zugleich Mitglied im Förderverein.

Der Raum wird dringend gebraucht – „gerade von Kindern mit mehreren Handicaps“, sagt Schulleiter Udo Zocher. Ob Defizite beim Gedächtnis, bei der Konzentration, bei Schwierigkeiten im Verhalten oder bei motorischen Einschränkungen: Der Snoezelraum fördert Phasen der Entspannung, unterstützt die Körper- und die Sinneswahrnehmungen wie Hören, Riechen, Fühlen. Kurz: Er bietet verschiedene Reize an, um die Kinder in bestimmten Bereichen zu fördern.

Snoezeln heißt kuscheln und dösen

Der Begriff Snoezeln setzt sich aus den zwei niederländischen Begriffen „„snuffelen“ (kuscheln) und „doezelen“ (dösen) zusammen. Entsprechend sind Snoezelräume meist ausgestattet mit unterschiedlichen Lichtquellen und Projektoren, die verschiedene visuelle Effekte erzeugen wie Wassersäulen und Spiegelkugeln an der Decke. Auch bequeme Sitz- und Liegelandschaften gehören zur Ausstattung.

Das Wasserbett hat seine beste Zeit hinter sich. Es muss dringend erneuert werden. Quelle: Julia Tonne

„Der Snoezelraum ist nicht alleine als Ruheraum gedacht“, erklärt Katrin Wurzer vom Förderverein. Vielmehr gebe es für jedes Kind individuelle Förderpläne. „Bestimmte Sinnesreize sollen bestimmte Förderziele erreichen“, ergänzt Fördervereinsmitglied Andrea Aug. Allein das Wasserbett bietet unterschiedliche Reize an: Es kann beheizt werden und hat einen Resonanzboden, der Musik in Schwingungen versetzt und diese so „fühlbar“ macht.

Und auch die Wasserbewegungen selbst regen die Sinne an, was besonders von Kindern mit schwersten Mehrfachbehinderungen genutzt wird. „Wenn die Kinder den ganzen Tag im Rollstuhl sitzen, müssen sie die Möglichkeit bekommen, auch mal zu liegen, damit sich der Körper entspannt“, begründet Wurzer.

Kinder kommen wegen Reizüberflutungen nicht mehr zur Ruhe

Alle diese Angebote erfüllen mehrere Zwecke: Zum einen profitieren Kinder davon, die aufgrund von Reizüberflutungen nicht mehr zur Ruhe kommen, zum anderen lernen Kinder, ihren Körper wahrzunehmen. Beim Snoezelraum – macht Zocher deutlich – gehe es nicht um „viel hilft viel“, sondern vielmehr darum, je nach Bedarf einzelne Sinnesorgane anzusprechen.

Vor allem am Wasserbett hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Deshalb wünscht sich der Förderverein der Robinienhof-Schule ein neues. Eines, das auch von einem Lifter unterfahrbar ist, der die Kinder aufs Bett heben kann. Kostenpunkt: etwa 5000 Euro. Zocher und der Förderverein hoffen zudem, die Lichtdusche erneuern zu können. Die besteht aus unzähligen beleuchteten Fäden, die die Kinder zum Vorhang umfunktionieren. Auch ein neuer Sternenhimmelprojektor wäre schön.

Davon abgesehen haben die mehr als 100 Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 19 Jahren noch einen Wunsch: einen Weihnachtsbaum. Die Schule hofft, einen Spender zu finden, der eine etwa drei bis vier Meter hohe Tanne für das Foyer beisteuern kann. Wer helfen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 03433 208661 im Sekretariat melden.

So können Sie spenden

Füllen Sie einen Überweisungsschein aus.

Zahlungsempfänger: LVZ-Spendenaktion

Verwendungszweck:

LVZ Borna: Entspannungsraum

Sie tragen bitte Ihren Betrag ein, den Sie spenden möchten, und überweisen diesen an:

IBAN: DE89 8605 5592 1090 2297 19

BIC: WELADE8LXXX

Spendenbescheinigung:

Bis 200 Euro gilt die vollständig ausgefüllte Quittung im Original zusammen mit dem Bareinzahlungsbeleg oder Kontoauszug Ihrer Bank als Spendenbescheinigung für das Finanzamt.

Bei Überweisungen mit Ihrer kompletten Adresse gehen wir davon aus, dass Sie eine Spendenbescheinigung vom Partnerverein möchten. Zur Erstellung der Spendenquittung übermitteln wir Ihre Adressdaten und Spendenhöhe an den Partnerverein.

Spendernamen:

Die Namen der Spender werden in der Zeitung veröffentlicht. Sollten Sie das nicht wünschen, dann tragen Sie bitte auf dem Überweisungsschein „ANONYM“ ein.

Im Nachhinein können Sie 24 Stunden nach der Überweisung der Namensveröffentlichung unter der Email: lesermarkt@lvz.de widersprechen.

Spendenübergabe:

Die LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ geht vom 16. November bis 15. Dezember 2019. Anschließend wird der Gesamtbetrag unserem Partnerverein für das Hilfsprojekt übergeben. Wir berichten regelmäßig über die konkrete Hilfsaktion.

Sollten mehr Spenden zusammenkommen, als für das konkrete Hilfsprojekt benötigt wird, so geht das übrige Geld ebenfalls an unseren Projekt-Partnerverein.

Das Projekt „Ein Licht im Advent“ wird unterstützt von der Sparkasse Leipzig.

Von Julia Tonne