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Ein Licht im Advent Robinienhofschüler lassen keinen Tanzkurs ausfallen
Thema Specials Ein Licht im Advent Robinienhofschüler lassen keinen Tanzkurs ausfallen
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10:15 23.11.2019
Tanzlehrerin Bettina Wiede-Arnhold schart etliche tanzbegeisterte Schüler um sich. Quelle: Julia Tonne
Borna

Steve liebt HipHop, kann sich aber auch mit Walzer anfreunden, Jonas hingegen ist für Blues zu haben und Gine nimmt an Tanzstilen alles, was die Musik so hergibt. Hauptsache Tanzen. Und eben dieser Sport spielt in der Bornaer Robinienhofschule eine herausragende Rolle. Weshalb Tanzlehrerin Bettina Wiede-Arnhold vom Tanzsportzentrum Muldental seit zehn Jahren Tanzkurse in der Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ gibt. Und treu ergebene Tanzschüler hat.

Tanzen, Film und Sport

Die Kurse gehören in der Schule zum Jugendtreff. Und das ist nicht räumlich gemeint, sondern projektbezogen. „Es gibt zum Beispiel Filmnachmittage, zuweilen auch Vorträge und Fußballturniere“ erzählt Sozialarbeiterin Nelly Thomas. Im Mittelpunkt des Jugendtreffs würden gemeinsame Unternehmungen stehen.

Tanzen lernen können an der Robinienhofschule die Schüler der Werk- und Oberstufe, also die Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren. Und die nehmen das Angebot ausnahmslos an. Was nicht verwundert: „Der Wunsch nach dem Tanztraining kam von den Schülern selbst“, erinnert sich Fach- und Klassenlehrerin Rosita Dietrich. „Das ist doch ein bisschen wie eine Party“, sagt der 17-jährige Steve.

Auch Paartänze wie Walzer und Discofox stehen auf der Agenda. Quelle: Julia Tonne

Bei den Lehrern rannten sie damit die sprichwörtlichen offenen Türen ein. Denn Tanzen – vor allem als Paar – bedeutet, sich auf andere einzulassen, sich zu berühren, miteinander Zeit zu verbringen. „Und Bewegung spielt natürlich eine große Rolle“, macht Thomas deutlich. Denn Tanzen fördere nicht nur das Gedächtnis, sondern auch Konzentration und Motorik. Ohnehin sei der Unterricht an der Robinienhofschule handlungs- und bewegungsorientiert, um die Sinne anzusprechen und anzuregen. „Und klar, Spaß macht das alles auch noch“, fügt die Schulsozialarbeiterin hinzu.

„Dance Monkey“ läuft mehrmals

Das kann Jonas nur bestätigen. Er liebt die Blues-Schritte und die gemeinsame Choreographie zu „Dance Monkey“. Und weil der 17-Jährige damit bei weitem nicht der einzige ist, läuft das Lied auch schon mal zwei- bis dreimal hintereinander. Mit der anschließenden Aufforderung der Tänzer: „Zugabe!“

Schritt für Schritt führt Wiede-Arnhold die Jugendlichen an Choreographien heran. Zunächst mit Rhythmusübungen, dann mit Schrittfolgen. Eines aber sei besonders wichtig: „Ein Draht zu den Kids“, betont sie. Und immer ein Gespür dafür, wie jedes Kind lernt. „Manche nehmen Musik eher visuell war, andere müssen die Bewegungen spüren, wieder anderen reicht es, die Musik zu hören“. erklärt sie.

Rosita Dietrich (2.v.l.) dankt Tanzlehrerin Bettina Wiede-Arnhold für zehn Jahre Tanzkurs in der Robinienhofschule. Quelle: Julia Tonne

Doch egal, welchen Zugang die Jugendlichen zur Musik haben: Sie alle genießen das unbeschwerte Miteinander und tanzen schließlich auch Walzer und Discofox. Die nächsten Wochen nutzen die Schüler nun noch, um das Gelernte zu festigen. Denn am 19. Dezember zeigen sie bei der Weihnachtsfeier, was sie drauf haben. Vielleicht liegt dann auch schon ein Spendenscheck auf dem Gabentisch. Mit den Spenden der LVZ-Leser, die der Einrichtung bei der notwendigen Sanierung des Snoezelraumes unter die Arme greifen möchten. Denn, so viel Spaß die Tanzstunden auch machen – so anstrengend sind sie auch...

>> Hier geht’s zur Spendenaktion: Das Licht im Advent: So können Sie spenden.

Die Spender

Für BORNA ENTSPANNUNGSRAUM spendeten bislang – 20 Euro: AnnegridFriedel; 50 Euro: EberhardJunghanns; Dr. Eberhard und JanaUlm; 100 Euro: HolgerKroeber;

Von Julia Tonne

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