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Ein Licht im Advent So profitiert die Bahnhofsmission Leipzig von Spenden der LVZ-Leser
Thema Specials Ein Licht im Advent

So profitiert die Bahnhofsmission Leipzig von Spenden der LVZ-Leser

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10:01 02.12.2020
Anlaufpunkt für Reisende und Bedürftige: Gottfried Richter, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bahnhofsmission am Kiosk an Gleis 18 im Leipziger Hauptbahnhof.
Anlaufpunkt für Reisende und Bedürftige: Gottfried Richter, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bahnhofsmission am Kiosk an Gleis 18 im Leipziger Hauptbahnhof. Quelle: André Kempner
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Leipzig

In einem Jahr kann eine Menge passieren, nicht nur negativ Umwälzendes wie Corona. Was die Spenden von LVZ-Lesern bei der Aktion „Licht im Advent“ 2019 an die Bahnhofsmission Leipzig bewirkt haben, lässt sich in den Räumen und an Gleis 18 ablesen. Zum einen ist der Kiosk in der Bahnhofshalle fertig, zum anderen haben sich die Arbeitsbedingungen für das Team um Leiter Carlo Arena durch Renovierung und Neuanschaffungen massiv verbessert.

„Die Hilfe der LVZ-Leser war ein riesengroßer Schub“, sagt Marcus Zschornack von der Caritas, neben der Diakonie Träger der Einrichtung. Der rund neun Quadratmeter große frühere Imbiss verwandelte sich dank der Spenden in einen Kubus mit Heizung, Fußboden, Frostschutz und Info-Monitor für Reisende und Bedürftige – ein direkter Anlaufpunkt in Ergänzung zum entfernteren Domizil an der Westseite des Bahnhofs.

Aktuell dünne Personaldecke

Dass der Kiosk noch nicht regelmäßig betrieben werden kann, hängt mit der aktuell wegen Corona ausgedünnten Personaldecke zusammen. „Einige unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter gehören zur Risikogruppe und kommen derzeit nicht“, informiert Michelle von Grzymala, die sich seit März mit Sophie Wischnewski eine 40-Stunden-Stelle für Sozialarbeit teilt. Dass deren Finanzierung zumindest bis ins kommende Jahr gestützt wird, liegt ebenfalls an den Spenden aus „Licht im Advent“, das diesmal das Projekt „Wunderfinder“ unterstützt.

„Dieser Schritt bedeutet eine spürbare Entlastung“, freut sich Wischnewski, die seit Oktober 2019 dabei ist. „Die Arbeitsbedingungen sind deutlich bessere als vor einem Jahr.“ Auch deshalb konnten die Öffnungszeiten verlängert werden. Statt sonst 16.30 Uhr, muss die Tür werktags erst um 18 Uhr abgeschlossen werden.

Schöne neue Küche dank vieler LVZ-Leser: Sozialarbeiterin Michelle von Grzymala in der Bahnhofsmission. Quelle: Andre Kempner

Manche Missions-Räume haben sich komplett verändert. Eine neue, großzügige Küche, weitere Möbel, neue Fußböden, Lampen und Schließfächer fallen ins Auge, ebenso wie der neue weiße Anstrich, kontrastiert von den blauen Türrahmen – in Entsprechung der Bahnhofsmissions-Farben. All das sind Ergebnisse der Spenden durch die LVZ-Aktion mit Lesern.

An manchen Dingen besteht natürlich immer Bedarf. Gesucht werden weiterhin ehrenamtlich Mitarbeitende. „Neue Engagierte brauchen wir immer, weil nicht jeder regelmäßig hier sein kann“, so Michelle von Grzymala. Als Sachspenden sind gerade in der kalten Jahreszeit Isomatten sowie Schlaf- oder Rucksäcke für die Gäste willkommen. Die dürfen sich wegen der geltenden Bestimmungen aktuell nur zu sechst im Gastraum aufhalten. Eine Stunde lang können sie sich bei einem heißen Getränke aufwärmen. Apropos – auch ein Päckchen Kaffee ist nie verkehrt.

Öffnungszeiten Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Sonntag 13.30 bis 18 Uhr; Infos zur Bahnhofsmission gibt’s auf www.bahnhofsmission.de sowie auf Instagram.

Alles zur aktuellen Spendenaktion „Ein Licht im Advent finden Sie hier.

Von Mark Daniel