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Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe Dresden Kunstraub im Grünen Gewölbe: Sachsen bietet 500.000 Euro Belohnung
Thema Specials Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe Dresden Kunstraub im Grünen Gewölbe: Sachsen bietet 500.000 Euro Belohnung
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20:03 28.11.2019
Blick in die Kunstsammlungen im „Historischen Grünen Gewölbe“ des Dresdner Residenzschlosses. (Aufnahme vor dem Einbruch) Quelle: David Brandt/Staatliche Kunstsammlungen
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Dresden

Bei der Fahndung nach den Dieben des Juwelenschatzes aus dem Grünen Gewölbe legt Sachsen noch einmal nach. Wie Staatsanwaltschaft und Dresdner Polizei am Donnerstag mitteilten, wurde eine Belohnung in Höhe von 500.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Aufklärung des spektakulären Kunstraubes führen. Das ist eine der höchsten Summen, die jemals in Deutschland für einen Kriminalfall ausgelobt wurden. Zudem sei die Sonderkommission (Soko) „Epaulette“ erneut aufgestockt worden. Inzwischen sind 40 Beamte mit der Suche nach den Tätern betraut, hieß es am Donnerstag.

Die Ermittlungen werden inzwischen von der Abteilung Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Dresden geleitet – allein dort sind jetzt drei Staatsanwälte schwerpunktmäßig mit der Bearbeitung des Falls betraut.

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„Werden nichts unversucht lassen“

Die Auslobung von einer halben Million Euro als Belohnung für Hinweise aus der Bevölkerung ein weiterer wichtiger Schritt, „den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat und allen interessierten Besucherinnen und Besuchern des Grünen Gewölbes die gestohlenen Stücke des Staatsschatzes zurückzubringen und die Täter zu fassen. Wir werden nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen“, erklärten am Donnerstag unisono Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und der Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp.

Am Montagmorgen hatten zwei unbekannte Täter aus der Kunstsammlung „Historisches Grünes Gewölbe“ im Dresdner Residenzschloss zielgerichtet drei Juwelen-Garnituren gestohlen. Der Einbruch dauerte weniger als zehn Minuten, die direkt nach Einstieg ins Gebäude alarmierten Beamten fanden später nur noch das ausgebrannte Fluchtauto der Diebe in einer Tiefgarage am Elbufer. Von Tätern und Diebesgut fehlt bisher jede Spur.

Von Matthias Puppe