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Katholikentag Kulturstaatsministerin kritisiert Ausladung der AfD vom Katholikentag in Leipzig
Thema Specials Katholikentag Kulturstaatsministerin kritisiert Ausladung der AfD vom Katholikentag in Leipzig
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Monika Grütters (CDU, Archivfoto) Quelle: dpa
Hamburg/Leipzig

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sieht die Ausladung der AfD vom Katholikentag in Leipzig kritisch. „Problematisches Gedankengut muss man als solches entlarven, im Gespräch und auch auf offener Bühne“, sagte Grütters der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Auf dem am Mittwoch beginnenden Katholikentag werde es darum gehen zu zeigen, dass eine Gesellschaft, die sich ihrer Wurzeln und ihrer Identität sicher sei, „auch dem Anderen, dem Fremden Raum geben kann, ohne sich bedroht zu fühlen. Genau deshalb sollten wir mit der AfD reden und mit ihr streiten, wo immer es sein muss.“

Der 100. Deutsche Katholikentag, der vom 25. bis 29. Mai in Leipzig stattfindet, hatte Gespräche mit Vertretern der rechtskonservativen Partei ausgeschlossen. Begründet hatten die Organisatoren des katholischen Laientreffens ihre Entscheidung damit, dass sich Spitzenvertreter der AfD vom demokratischen Konsens verabschiedet hätten.

Zum Thema Staat und Religion sagte Grütters: „Für mich gehört das Kreuz ins Kanzleramt, denn das Christentum gehört zu unserer Kultur.“ Das Kreuz in der Schule oder im Gerichtssaal stehe heute nicht für die Vorherrschaft einer Religion. „Bei uns gilt die allseits akzeptierte Trennung von Kirche und Staat. Und doch steht das Kreuz hier für ein Bekenntnis zu einer ganz bestimmten Wertegrundlage“, betonte die CDU-Politikerin.

Von LVZ