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Partner Siemens bringt Leipzigs XL-Straßenbahn ins Rollen
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15:50 10.02.2017
Die Achsgetriebe der Siemens Industriegetriebe GmbH Penig sind leicht, geräuscharm und umweltbewusst. Quelle: Siemens/Sten Schunke

Die Achsgetriebe wurden in der Siemens Industriegetriebe GmbH Penig bei Chemnitz gebaut.

„Die Antriebe aus Sphäroguss und Stahl sind mit knapp 370 Kilogramm pro Stück vergleichsweise leicht, geräuscharm und umweltbewusst. Sie sind das Kernstück der Bahn und wir freuen uns, dass wir die Leipziger mit Siemens-Technologie in Fahrt bringen“, sagt Frank Eidner, Key Account Manager für dieses Projekt in der Industriegetriebe GmbH Penig. Umweltbewusstsein für die Antriebstechnik bedeutet – neben einer langen Lebensdauer – die Einhaltung der Vorgaben zur Geräuschemission, Zuverlässigkeit sowie eine kalkulierbare Lebenszykluskostenrechnung.

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Die Siemens Industriegetriebe GmbH Penig ist als Hersteller von Bahngetrieben einer der weltweit führenden Anbieter von mechanischer und elektrischer Antriebstechnik für Anwendungen im Schienenfahrzeugbau. Mit seiner mehr als 100-jährigen Geschichte ist das Getriebewerk aber auch eng mit der Region verbunden. „Vor diesem Hintergrund haben Aufträge für Straßenbahnantriebe wie die für die neuen Leipziger Straßenbahnen immer auch eine besondere Bedeutung. In den insgesamt 41 Straßenbahnen werden 328 Achsgetriebe aus Penig stecken, also je acht pro Straßenbahn“, sagt Eidner. Qualität und Zuverlässigkeit der Antriebe aus Penig seien wesentliche Gründe dafür, dass der Auftrag an Siemens Penig gegangen sei.

Getriebe aus Penig sorgen aber nicht nur in Leipzig dafür, dass es im Nahverkehr rollt. In Sachsen sind Bahnen in Dresden, Chemnitz oder Plauen ebenfalls mit den Bahnantrieben aus Penig ausgestattet. „Ganz lax könnte man sagen: Im sächsischen Schienennahverkehr würde ohne unsere Technik nichts rollen“, sagt Eidner.

Der Geschäftsbereich Schienenfahrzeuggetriebe, weltweit führender Anbieter, steuert von Penig aus das Siemens-Weltgeschäft mit Bahngetrieben und Antriebskomponenten. Alle großen internationalen sowie wichtigen regionalen Schienenfahrzeug- und Antriebssystemhersteller in Europa, Asien und Amerika gehören zum festen Kundenstamm. Zum kompletten Produktspektrum gehören kundenspezifisch ausgelegte Getriebe für Hochgeschwindigkeits- und Regionalzüge genauso wie für Metros, Straßenbahnen, Lokomotiven oder Busse.

Bevor die Fahrzeuge in Betrieb gehen, werden ihre  Antriebslösungen samt zugehöriger Kupplungen auf „Herz und Nieren“ geprüft und getestet. „Sicherheit steht für uns an oberster Stelle. Auf spezifischen Prüfständen werden die rauen Bedingungen eines Fahrbetriebs im statischen Zustand simuliert und so die Typ- und Serieneignung nachgewiesen und dokumentiert“, sagt Eidner.

Getriebe für Schienenfahrzeuge sind zwar ein wichtiges, aber nicht das größte Portfolio-Element für Siemens Penig. Die rund 620 Mitarbeiter haben als Produzenten von Industriegetrieben ebenfalls einen hervorragenden Ruf und bedienen die Bedürfnisse der Chemischen Industrie, Förder- oder Umwelttechnik, Papiermaschinen- sowie Gummi- und Kunststoffmaschinenindustrie. Auf der Basis eines Zahnradgetriebe-Standardbaukastens werden sowohl standardisierte als auch kundenspezifische Antriebslösungen für die verschiedensten Branchen hergestellt.

red.

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