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Pegida Satire nicht erkannt: Pegida-Anführer Bachmann fällt auf Satirebeitrag der taz hinein
Thema Specials Legida und Proteste Pegida Satire nicht erkannt: Pegida-Anführer Bachmann fällt auf Satirebeitrag der taz hinein
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Legida und Proteste
15:14 01.03.2016
Lutz Bachmann Quelle: dpa
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Dresden

Die „Lügenpresse“ ist für Pegida-Anführer Lutz Bachmann ein rotes Tuch. Und zugleich ein ewig neues Mysterium, das er kaum zu durchschauen vermag. Am Montagabend hat sich Bachmann mächtig vertan als er beim „Abendspaziergang“ der Pegidisten wieder einmal zu einem vermeintlich großen Schlag gegen die „Systemmedien“ ausholte.

Er verwechselte nicht nur den Tagesspiegel und die taz sondern fiel außerdem auf einen Satirebeitrag der taz herein. Minutenlang zitierte Bachmann den Text aus der Rubrik „Die Wahrheit“. „Es kommt noch besser“, wiederholte er dabei mehrfach, um auf vermeintlich schlimme Entgleisungen des Autors hinzuweisen.

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Unter anderem ist in dem Beitrag mit der Überschrift „Weg mit dem Kretin!“ von einem „notwendigen Manifest zur endgültigen Abschaffung Deutschlands“ die Rede. Clausnitz wird als eines von Sachsens „inzestuösen Dörfern“ bezeichnet und das Bundesland als „Staat gewordene Kloake“.

Bachmann nahm das alles für bare Münze und hat dabei übersehen, dass die taz ihre Rubrik „Die Wahrheit“ selbst als „die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit“ versteht. Dort gebe es drei Grundsätze: „Warum sachlich, wenn es persönlich geht. Warum recherchieren, wenn man schreiben kann. Warum beweisen, wenn man behaupten kann.“

Auch den rund 300 Menschen, die Bachmanns Entschuldigungs-Bitte bei Facebook seit dem Montagabend positiv bewertet haben, ist die peinliche Panne ihres Anführers nicht aufgefallen. Im Gegenteil: Auch sie erkannten trotz des klaren Hinweises auch auf der TAZ-Website nicht, dass es sich um Satire handelt. „Greift man in einen Eimer voll Erbsen, macht es auch nicht viel aus, welche man dabei hervorholt“, nimmt einer von ihnen Bachmann in Schutz und ein anderer schreibt: „Lügenpresse ist Lügenpresse...egal.“
Christoph Springer

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