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Leipzig-Geschichten Leipzigs Vergangenheit von der persönlichen Seite
Thema Specials Leipzig-Album Leipzig-Geschichten Leipzigs Vergangenheit von der persönlichen Seite
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20:00 11.08.2017
Buchcover und Polizistin auf dem Waldplatz: So wird das neue Leipzig-Album aussehen Quelle: Hinstorff / Christine Brömmel
Leipzig

144 Seiten schöne, aufregende und einprägsame Erinnerungen: Band 2 des Leipzig-Albums ist nahezu fertig. Rund sechs Monate hat die Arbeit an der Fortsetzung des großen Gemeinschaftsprojekt gedauert. Wie beim ersten Band im vergangenen Jahr haben Sie, die Leser, zahlreiche Fotos, Postkarten und Andenken eingesandt. Davon haben LVZ-Autor Clemens Haug und Lektor Henry Gidom vom Hinstorff-Verlag nun die besten Stücke ausgesucht. Jetzt geht es an die finale Gestaltung der Seiten.

6 aus 260: Unter anderem diese Fotos erscheinen in Band 2 des Leipzig-Albums.

Eine große Rolle bei der Wahl spielten die Meinungen der Nutzer im Internet. Im sozialen Netzwerk Facebook, bei dem sich jeder selbst anmelden und eigene Beiträge verfassen kann, zeigte Haug seit Beginn der Aktion vor eineinhalb Jahren rund 1000 Erinnerungsfotos. Gespannt verfolgte er das Feedback der Leser. „Die wechselvolle Leipziger Geschichte beschäftigt sehr viele Menschen hier. Einige haben ein bemerkenswertes Wissen, kennen sich in vielen Details sehr gut aus und haben mit klugen Kommentaren das Projekt bereichert“, sagt der Autor. Die wichtigsten und schönsten Anmerkungen werden wie bei Band 1 als Sprechblasen im Buch zu sehen sein.

Inhaltlich geht es in der Fortsetzung weniger um die großen Ereignisse, wie Messen oder Sportfeste. Stattdessen ist es vor allem die persönliche Seite des Leipziger Lebens, die dieses Mal im Vordergrund steht. „Wir haben einige bemerkenswerte Aufnahmen aus den Nachbarschaften, aus den eigenen Wohnungen und vom Leben auf der Straße bekommen“, zählt Haug auf. Im Buch werden anhand dieser Bilder Auszüge aus Leipziger Alltagen erzählt: Von heißen Sommertagen mit einem Bad im Wasserspiel vor dem Sportforum bis zu eisigen Wintern mit warmen Kachelöfen und meterhohem Schnee auf der Straße.

Ausschnitte aus dem früheren Nacht- und Kulturleben in Leipzig werden anhand von Fotos und Eintrittskarten erzählt. Schöne Erinnerungen an Markttage in der Innenstadt spielen eine Rolle, aber auch der zunehmende Verfall der Gründerzeitviertel in den 1980ern. Viele Leser haben damals auch solche traurigen Entwicklungen für die Nachwelt auf Fotos festgehalten. „Wir hoffen, wir haben eine abwechslungsreiche Mischung an Themen und Geschichten gefunden, die gute Seiten der Geschichte erzählt und negative Seiten nicht auslässt“, fasst Haug zusammen.

Nach dem Layout steht noch die mühsame Arbeit der Korrektur ins Haus, dann geht Band 2 in die Druckerei. Etwa zwei Monate sind dafür noch eingeplant. Das fertige Buch wird dann am 2. November in der Kuppel der Leipziger Volkszeitung präsentiert.

LVZ