Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Buchmesse-News Bunt, bizarr, brutal: die LVZ-Kriminacht zur Leipziger Buchmesse
Thema Specials Leipziger Buchmesse Buchmesse-News Bunt, bizarr, brutal: die LVZ-Kriminacht zur Leipziger Buchmesse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
LVZ Autorenarena auf der Leipziger Buchmesse
18:21 21.02.2020
Sie waren vor einem Jahr zu Gast bei Moderator Hartwig Hochsten (Mitte): Die Krimiautoren Alex Pohl, Wiebke Lorenz, Iva Prochozkova und Klaus Peter Wolf bei der LVZ-Kriminacht unterm Dach des Leipziger Verlagsgebäudes. Quelle: André Kempner
Leipzig

Der Krimi-Bereich sei „nicht totzukriegen“, sagt Buchmessedirektor Oliver Zille, und das zeigt sich auch jedes Jahr bei der LVZ-Kriminacht mit ihrer Mischung aus Lesungen, Talk, Debatte. Fünf Autoren sind am Buchmesse-Samstag zu Gast. Das Personal ist bunt, bizarr, brutal, die Taten und ihre Aufklärung sind nachvollziehbar, ungeheuerlich oder faszinierend.

Kein Wunder, spiegeln die fünf Bücher doch die Bandbreite der Spannungsliteratur: Den Alpen-Krimi mit bairischen Dialogen und ironischen Passagen („Flüsternde Wälder“ von Nicola Förg). Den Klassiker mit Spurensuche, Zeugenbefragung, Aktenstudium und kriminalistischem Spürsinn („Blutrausch“, Andreas M. Sturm).

Den Politthriller mit viel Action und aktuellen Anspielungen („Turmschatten“, Peter Grandl). Einen Venedig-Krimi, in dem auch Glanz und Elend der Stadt eine Rolle spielen („Der freie Hund“, Wolfgang Schorlau/Claudio Caiolo). Die Wiederaufnahme eines historischen Kriminalfalls in Romanform („Haarmann“, Dirk Kurbjuweit).

Sicher ist unsicher

Kommissarin Irmi Mangold, wegen ihrer Abstammung vom Bauernhof von ihrer Kollegin Heimaturschel und Schollentyp genannt, muss den Tod einer Waldbademeisterin und eines Bestseller-Autoren aufklären. Unfall, Notwehr, Mord?

Ein lesbisches Dresdner Ermittlerinnen-Duo ist einem blutrünstigen Killer auf der Spur. Stoppt es ihn vor weiteren Morden?

Ein jüdischer Geiselnehmer lässt im Internet darüber abstimmen, ob er seine Gefangenen, vorbestrafte Neonazis und Holocaust-Leugner, töten soll. Wie geht das Voting aus, und kann ihn das Mobile Einsatzkommando vorab überwältigen?

Commissario Antonio Morello, Spitzname „Der freie Hund“, steht auf der Todesliste der Mafia und wird zu seinem Schutz und Frust nach Venedig versetzt. Ist er dort sicher, oder wird er auch in der Lagunenstadt mit Mord und Korruption konfrontiert?

Im Hannover der 20er Jahre verschwinden Jungen und junge Männer spurlos. Steckt ein Massenmörder dahinter, und wie wirkt dieses Verschwinden auf eine ohnehin aus den Fugen geratene Gesellschaft?

Fragen über Fragen

Es fesselt, Kurbjuweit, Förg und Co. lesen zu hören. Aber es bleiben darüber hinaus Fragen für die zur Kriminacht gehörende Talkrunde: Wie recherchiert ein Autor in einem rechtsextremen, gewaltbereiten Milieu? Welchen Anteil haben Fakten, welche Fiktionen in ihren Büchern? Warum holt sich ein erfolgreicher Solo-Schriftsteller einen Theatermann ins Boot, und wie funktioniert diese Zusammenarbeit? Warum kommen Regionalkrimis auch in anderen Teilen der Republik so gut an? Wie literarisch darf eine journalistische Reportage sein, wie journalistisch ein Roman?

LVZ-Kriminacht am 14. März : 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) im LVZ-Kuppelsaal, Peterssteinweg 19; Karten (18/15 Euro, 15/12 Euro für Abonnenten) in der Ticketgalerie Peterssteinweg 19 und Barthels Hof, Hainstraße 1, allen LVZ-Shops sowie unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 2181050

Von Hartwig Hochstein

Nicht eins, nicht zwei, gleich zehn Länder sind 2020 bei der Leipziger Buchmesse zu Gast. Das Traduki-Netzwerk stellt in Zusammenarbeit mit der Messe bis einschließlich 2022 Literatur aus Südosteuropa vor – mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten.

21.02.2020

Die Geschichte spielt im Jahr 2023, es könnte aber genau heute alles genau so passieren. „Die Verwandelten“ heißt Thomas Brussigs höchst komischer Roman, den er zur Leipziger Buchmesse auch in der LVZ-Autorenarena vorstellt.

19.02.2020

Es gibt ein neues Zauberwort. Gemeinsam mit Schauspieler Max von Thun haben Oliver Zille und Kateryna Stetsevych einen ersten Ausblick auf die Leipziger Buchmesse gegeben. Dabei passt ein Begriff als Schlüssel für viele Türen zu 3700 Veranstaltungen.

18.02.2020