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Buchmesse-News Preis der Leipziger Buchmesse: Diese Autoren haben eine Chance
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LVZ Autorenarena auf der Leipziger Buchmesse
18:21 11.02.2020
Bald wird diese Treppe wieder voller Menschen sein. Vom 12. bis 15. März findet sie statt: die Leipziger Buchmesse auf dem Neuen Messegelände. Quelle: André Kempner
Leipzig

Die Jury legt sich fest: Der Belletristik- und der Sachbuch-Preis der Leipziger Buchmesse könnte an eine Zeitenwende gehen: an die Zeit um das Jahr 1990 herum. „Dabei sind autobiografische und biografische Werke ebenso wie Texte, die ganz nah am Menschen sind“, fasst Jury-Mitglied Katrin Schumacher zusammen.

Am Dienstag hat die Jury die 15 nominierten Bücher und ihre Autoren bekanntgegeben. Es sind Verena Güntner mit ihrem Roman „Power“, Maren Kames („Luna Luna“), Leif Randt („Allegro Pastell“), Ingo Schulze („Die rechtschaffenen Mörder“) und Lutz Seiler („Stern 111“).

Leipziger Spector Books nominiert

In der Kategorie Sachbuch kann sich Bettina Hitzer mit „Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts“ Hoffnung machen. Mit ihr nominiert sind Michael Martens („Im Brand der Welten: Ivo Andric. Ein europäisches Leben“), Armin Nassehi („Muster: Theorie der digitalen Gesellschaft“), Julia Voss („Hilma af Klint – Die Menschheit in Erstaunen versetzen“) sowie das von Jan Wenzel zusammen mit Anne König, Andreas Rost und anderen herausgegebene Buch: „Das Jahr 1990 freilegen“, das im Leipziger Verlag Spector Books erschienen ist.

Entdeckt und wiederentdeckt

In der Kategorie Übersetzung“ lobt Jury-Chef Jens Bisky Neu- und Wiederentdeckungen: „Es ist gelungen, auch sprachlich sehr schwierige Werke in ein ungeheuer angenehmes Deutsch zu übertragen voller Witz und Intelligenz.“

Als preiswürdig hat die Jury folgende Titel ausgewählt: Fran Ross’ „Oreo“ – aus dem amerikanischen Englisch von Pieke Biermann. Luis Ruby hat Clarice Lispectors „Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau. Sämtliche Erzählungen I“ aus dem brasilianischen Portugiesisch übersetzt, Andreas Tretner „Die Sanftmütigen“ von Angel Igov aus dem Bulgarischen, Melanie Walz „Middlemarch. Eine Studie über das Leben in der Provinz“ von George Eliot aus dem Englischen und Simon Werle „Der Spleen von Paris“ von Charles Baudelaire aus dem Französischen.

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird seit 2005 vergeben, er ist dotiert mit insgesamt 60 000 Euro. Im vergangenen Jahr gewann Anke Stelling mit ihrem Roman „Schäfchen im Trockenen“ den Belletristik-Preis, bestes Sachbuch war „Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“ von Harald Jähner, beste Übersetzerin Eva Ruth Wemme mit ihrer Übertragung von Gabriela Adameşteanus „Verlorener Morgen“ aus dem Rumänischen.

Nominierte in der LVZ-Autorenarena

Diesmal haben 134 Verlage 402 Werke eingereicht. Die Gewinner werden am 12. März, 16 Uhr, im Rahmen der feierlichen Preisverleihung in der Glashalle bekanntgegeben. Es ist der erste Tag der Leipziger Buchmesse, auf der bis zum 15. März rund 2500 Verlage und andere Aussteller ihre Novitäten präsentieren. Parallel findet die Manga-Comic-Con statt sowie das Lesefestival „Leipzig liest“.

In der LVZ-Autorenarena sind an allen vier Messetagen rund 50 Prominente und Schriftsteller zu Gast, darunter die nun Nominierten Ingo Schulze, Lutz Seiler und Jan Wenzel.

Ein Gastland gibt es diesmal nicht, stattdessen treten zehn Länder Südosteuropas im gemeinsamen Projekt „Common Ground. Literatur aus Südosteuropa“ als Schwerpunktregion auf. 2019 wurden 286 000 Besucher auf dem Messegelände und bei „Leipzig liest“ gezählt.

Die Preisverleihung am 12. März, 16 Uhr, gibt es auch im Livestream unter http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse

www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Von Janina Fleischer

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