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Buchmesse-News Vom Bus bis zum Bestattungsinstitut: Leipzig liest an ungewöhnlichen Orten
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LVZ Autorenarena auf der Leipziger Buchmesse 2019
22:22 19.03.2019
Neben klassischen Locations wie Cafés und Restaurants finden sich bei "Leipzig liest" auch wieder viele außergewöhnliche Leseorte im Programm. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Leipzig

Erneut sind bei "Leipzig liest" Lokalitäten dabei, die der Ottonormalleser bei seiner Lektüre eher nicht frequentieren würde –  wie zum Beispiel ein Bestattungsinstitut. Das befindet sich in Grünau, eine Filiale des Bestattungsinstituts Hoensch, und bietet in der Plovdiver Straße 36 den Schauerfaktor der anderen Art. Dort liest Veikko Bartel am Samstag um 19 Uhr aus seinem passenden Titel „Mörder“. Selbst Strafverteidiger, weiß der Autor wohl am besten, inwieweit Krimi und Realität ineinandergreifen.

Etwas fröhlicher und im wahrsten Sinne des Wortes turbulenter geht es in der „Linie 912“ zu, die Thilo Reffert am Samstag um 10 Uhr vorstellt, nämlich auf fahrbarem Untersatz. Treffpunkt ist der Busbahnhof Lindenau und da startet die literarische Reise-Lesung des Kinderbuchs. Um Anmeldung unter www.l.de/leipzig-liest wird gebeten.

Ein Leseort, den viele Erwachsene wahrscheinlich widerstrebend und vielleicht nur wegen des Starautoren betreten werden: das Finanzamt. Genauer gesagt, das Finanzamt II am Nordplatz 11. Dort liest Bestsellerfabrikant Marc Elsberg am Freitag um 19 Uhr aus dem Gesellschafts-Thriller „Gier. Die Welt steht am Abgrund“.

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Wer während der Buchmesse das süße Leben genießen will, sollte einen Abstecher nach Halle machen: Die Halloren Schokoladenfabrik in der Delitzscher Straße 70 öffnet ihre Pforten für Maria Nikolai und – wie sollte das Buch anders heißen – „Die Schokoladenfabrik“. Am Donnerstag um 18 Uhr wird dort allen Nachkatzen das Wasser im Mund zusammenlaufen, bei der Lesung aus der neuen großen Familiensaga.

„Das Kuscheltierdrama“ – nein, keine Fortsetzung von Stephen King, aber trotzdem kein kuscheliges Buch. Berliner Tierpathologe Achim Gruber begibt sich mit seinen Leselauschern in die Kleintierpraxis André Schlaubke in der Könneritzstraße 54 und schlüsselt in steriler Umgebung am Samstag um 19.30 Uhr auf, warum wir unsere Haustiere manchmal zu Tode lieben.

Und für Fans der Olsenbande lockt am Freitag um 17 Uhr der Historische Festsaal der Konsumzentrale in der Industriestraße 85: Dort stellt der Fanclub die neue, über zwei Kilo schwere Ausgabe eines Olsenbanden-Buchs mit neuen Einblicken und unveröffentlichten Fotos vor.

Neben diesen Leseorten warten noch andere skurrile Lokalitäten, vom Friedhof bis zur Tabledance-Bar ist alles möglich.

Von Katharina Stork

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