Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Ausstellungen „Der optimierte Mensch“: Industriekultur in der bildenden Kunst
Thema Specials Leipziger Museen Ausstellungen „Der optimierte Mensch“: Industriekultur in der bildenden Kunst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Schau!, das Leipziger Museumsportal - eine Sonderveröffentlichung von LVZ.de
14:54 12.12.2019
Ulrich Hachulla, Arbeiter am Containerstapelfahrzeug, MdbK, © VG Bild-Kunst Bonn, 2019 Quelle: InGestalt/Michael Ehritt
Leipzig

Die vom Industriekultur Leipzig e. V. initiierte Kunstausstellung „Der optimierte Mensch. Momente der Industriekultur in der bildenden Kunst“ im Museum der bildenden Künste Leipzig ist ein lokaler Beitrag zum „Sächsischen Jahr zur Industriekultur 2020“. Die Ausstellung konzentriert sich auf die zentrale Frage nach den Auswirkungen technischen Fortschritts auf den Menschen seit Beginn der industriellen Revolution.

Anhand von 39 ausgewählten Kunstwerken aus dem Bestand des Museums sowie Leihgaben zeitgenössischer Künstler*innen, vorzugsweise der Region Sachsen, soll die Aufmerksamkeit auf das jeweilige Verhältnis des Menschen zur Technik sowie zu sich selbst, innerhalb dieser industriell geprägten Umwälzungen, gelenkt werden. Die Idee ist es, der bildenden Kunst eine Katalysatorfunktion zuzusprechen, indem sie mehrere Facetten der industriellen Revolutionen offenbart. Dabei changieren die Werke von heroischen Darstellungen bis hin zur komplexen Kapitalismuskritik.

Zum Thema

MdbK Leipzig: Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Kontakt...

Mehr News und aktuelle Ausstellungen der Leipziger Museen

Durch die Kombination von Werken vergangener Epochen, darunter etliche bislang selten ausgestellte Exponate, mit zeitgenössischen Positionen werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen industriellen Epochen sichtbar. Ebenso wird die Vergleichbarkeit der Form der künstlerisch-ästhetischen Reaktion auf unmittelbar erlebte technische Entwicklungen möglich. Aus diesem Kontext ergeben sich mitunter Parallelen zu Gegenwarts- und Zukunftsfragen.

Mit dem Titel „Der optimierte Mensch“ greift die Ausstellung bewusst einen kontrovers diskutierten Topos gegenwärtiger Debatten in Gesellschaft und Wissenschaft auf, um dessen Wurzeln in den Anfängen der Industrialisierung sichtbar zu machen und damit eine differenzierte Reflexionsebene zum Mensch-Maschine-Verhältnis und dessen Konsequenzen anzubieten. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen und Vorträgen sowie einen Blog mit weiterführenden Hintergrundinformationen zu den Werken und den Künstler*innen.

Fritz Nolde, Arbeitsamt, aus der Serie: Das Leben eines Arbeiters, 1934 (6 Blätter), MdbK Quelle: Mdbk, Sebastian Grandlich-Ferl

Beteiligte Künstler*innen: Ines Bruhn, Christiane Budig, Wolfram Ebersbach, Günter Firit, Philipp Fritzsche, Claudia Hauptmann, Hubert von Herkomer, Günter Horlbeck, Stefan Hurtig, Rainer Jacob, Joachim Jansong, Jannine Koch, Martin Kretschmar, Rudolf Küchler, Adolf Lehnert, Marie-Eve Levasseur, Helmuth Macke, Olaf Martens, Ismael Mengs, Adolf von Menzel, Jana Mertens, Constantin Meunier, Gerhard Kurt Müller, Fritz Nolde, Ulf Puder, Valeria Schneider, Frank Schult, Max Schwimmer, Willi Sitte, Günter Thiele, Alexander Voigt, Elisabeth Voigt, Jana Voigtmann, Hannes Waldschütz, Norbert Wagenbrett.

Der optimierte Mensch. Momente der Industriekultur in der bildenden Kunst, 12. Dezember 2019 bis 1. März 2020 im Museum der bildenden Künste (MdbK) Leipzig

Von PM/red.

In der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) Leipzig ist für den Zeitraum von einem Jahr ein begehbares Archiv als Ausstellungs-, Forschungs- und Vermittlungsraum installiert.

06.12.2019

Die in Zwickau geborene Künstlerin Henrike Naumann ist 13. Preisträgerin des LVZ-Kunstpreises und präsentiert im MdbK eine ihrer szenografischen Raum-Installationen. Zeitgleich sind Arbeiten bisheriger Preisträger zu sehen.

04.12.2019

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Völkerkundemuseums spürt die Sonderausstellung „Die Weltensammler“ den Ursprüngen und der Historie des Museums nach und zeigt Perspektiven für die zukünftige Museumsarbeit auf – unter Mitwirkung der Besucher.

02.12.2019