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Ausstellungen Uni Leipzig berichtet „Von der Schönheit und den Leiden der Pferde“
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14:48 13.03.2020
Blick in die Ausstellung. Quelle: Kustodie der Universität Leipzig
Leipzig

An beiden Standorten wird mit wertvollen historischen Universitätsbeständen, pferdemedizinischen Büchern und Objekten, das Zusammenwirken von Forschung, Lehre und Sammlungen . In der Bibliotheca Albertina werden die meist aufwändig illustrierten Pferdebücher aus dem reichen Bestand der Universitätsbibliothek ausgestellt. Objekte aus den Sammlungen der Veterinärmedizin – Pferdemodelle, Präparate, Instrumente, handgezeichnete Lehrtafeln sowie Druckgrafik – zeigt die Galerie im Neuen Augusteum.

Militär, Landwirtschaft, Sport, Transport oder treuer Begleiter – wie kein anderes Tier ist das Pferd eng mit Geschichte und Kultur der Menschheit verwoben. Prachtvolle Körper, glänzendes Fell und das Schnauben der Nüstern; Hochzeitskutschen, reitbegeisterte Pferdefans und die faszinierende Stimmung der Galopprennbahnen sind Bilder, die wir mit dem Thema Pferd verbinden. Die Messe „Partner Pferd“ verzeichnet in Leipzig jährlich einen großen Ansturm.

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Die Diskussion über das Verhältnis der Menschen zu den Pferden berührt vielfältige Aspekte, vergangene und gegenwärtige. „Was macht unsere gemeinsame Geschichte aus? Wie stark waren wir im Verlauf der Entwicklung voneinander abhängig? Und vor allem: Welche Wege wollen und werden wir in dieser so langen Beziehung weiterhin einschlagen?“, diese Fragen wirft Kulturwissenschaftler Mustafa Haikal auf, Kurator der Doppelausstellung „Von der Schönheit und den Leiden der Pferde“.

Die Geschichte der Sächsischen Veterinärmedizin

Die sächsische Veterinärmedizin hat ihren Ursprung in Dresden, wo 1780 die Königliche Tierarzneischule begründet wurde. Das Pferd als täglicher Begleiter – ob in der Landwirtschaft, als Reit- und Lasttier oder als Statussymbol – stand von Beginn an im Fokus der Ausbildung. Dresden mit dem Marstall des Königs und den Ställen der Adelsfamilien, den großen Kavalleriekasernen und der Militärreitschule war für viele Jahrhunderte das Zentrum in Sachsen. Nur zu Messezeiten lief Leipzig der Residenz den hippologischen Rang ab und konnte zudem auf eine Pferdemesse von europäischer Ausstrahlung verweisen.

Mit der Gründung der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig 1923 und dem damit einhergehenden Ende der Dresdner Tierärztlichen Hochschule gelangte auch ein Großteil der pferdemedizinischen Sammlungen in die Messestadt. „Die schiere Masse der Bestände der Universitätsbibliothek und der Veterinärmedizinischen Fakultät spiegelt die Bedeutung, die das Pferd für den Menschen hatte. Auch deshalb war uns schnell klar, dass wir an zwei Orten eine Auswahl präsentieren werden“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, Direktor der Universitätsbibliothek. Die beiden Teile der Ausstellung ergänzen sich und gewähren erstmals Einblicke in die Dresdner Schulgeschichte und der sich entwickelnden europäischen Veterinärmedizin.

Das zeigen die Ausstellungsteile

Der Ausstellungsteil in der Bibliotheca Albertina bietet einen geschichtlichen Überblick über die medizinische Beschäftigung mit Pferden im 19. Jahrhundert. Gezeigt werden großformatige Lehrwerke und Abhandlungen sowie anatomische Modelle. Die Präsentation steht unter drei Themenschwerpunkten: Zergliedern, Vermessen und Heilen.

Vorträge im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina

7. Mai Chirurgie beim Pferd im Wandel der Zeit Prof. Dr. Walter Brehm, Direktor der Klinik für Pferde

25. Mai Unbekanntes Terrain. Der Campus der Veterinärmedizinischen Fakultät Prof. Dr. Thomas Topfstedt und Prof. Dr. Manfred Fürll

4. Juni Rossärzten auf der Spur - Geschichte der Pferdemedizin im Galopp Prof. Dr. Johann Schäffer

24. Juni Anatomische Perfektionierung des Pferdes als Lauftier Prof. Dr. Christoph Mülling, Leiter des Veterinär-Anatomischen Instituts

26. März, 2. April, 28. Mai, 18. Juni Ausstellungsführungen mit Kurator Mustafa Haikal

Beginn ist jeweils 18.00 Uhr

Die in der Galerie im Neuen Augusteum gezeigten Objekte stammen aus den Sammlungen der an der Ausstellung beteiligten veterinärmedizinischen Einrichtungen der Universität Leipzig: Der Veterinär-Anatomischen Lehrsammlung, den Sammlungen des Instituts für Veterinär-Pathologie und der Hufbeschlagschule sowie der Veterinärmedizinhistorischen Sammlung. Schönheit und Leiden der Pferde bilden die beiden Pole der Ausstellung. Schönheit kommt in einer Reihe von eindrucksvollen Kupferstichen und Lithographien zum Ausdruck, die die Dresdner Veterinärbibliothek bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erwarb.

Der Tierarzt Carl Friedrich Voigtländer (1815–1890) schuf 1876 einen anatomischen Quelle: Peter Franke, Kustodie der Universität Leipzig

Eine ganz eigene ästhetische Qualität besitzt der umfangreiche Bestand an handgezeichneten, mitunter monumentalen historischen Lehrtafeln. Zu sehen sind unter anderem Tafeln zu Knochenbau, Nervensystem und Organen des Pferdes sowie zu mikroskopischen Befunden.

Die vielfältigen Leiden der Pferde werden in den ausgestellten Präparaten und Modellen, aber auch in einer Reihe von Objekten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs thematisiert. Neben einem vollständigen Pferdeskelett veranschaulichen besonders die Präparate tierischer Organe einzelne Krankheitsbilder.

Führungen zur Ausstellung in der Galerie im Neuen Augusteum

Die Führungen finden jeweils um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

12. März Von Dresden nach Leipzig - die Geschichte der Tierarzneischule und die Gründung der Veterinärmedizinischen Fakultät; Prof. Dr. Walter Brehm, Direktor der Klinik für Pferde

17. März Krankheiten der Pferde und ihre Behandlung; Prof. em. Dr. Manfred Fürll, Verantwortlicher der Veterinärmedizinhistorischen Sammlung Oberholz

7. April Faszination Pferdeanatomie - Einblicke in die Schönheit und Funktionalität des Pferdekörpers; Prof. Dr. Christoph Mülling, Leiter des Veterinär-Anatomischen Instituts

21. April Anatomie des Pferdes anhand anatomischer Lehrobjekte aus der Sammlung des Veterinär-Anatomischen Institutes; Martina Fersterra, Präparatorin des Veterinär-Anatomischen Instituts

30. April und 9. Juni Der Hufbeschlag beim Pferd; Axel Berndt, Hufbeschlagslehrmeister

12. Mai Die Geschichte der Tiermedizin in Leipzig; Prof. Dr. Manfred Fürll, Verantwortlicher der Veterinärmedizinhistorischen Sammlung Oberholz

14. Mai Pathologie und Therapie der Pferde; Prof. Dr. Walter Brehm, Direktor der Klinik für Pferde

19. Mai Pferdebilder zwischen Kunst und Wissenschaft; Dr. Christine Hübner, Sammlungskonservatorin der Kustodie und Co-Kuratorin der Ausstellung

25. Juni Instrumente für die Behandlung von Pferden/Pferde im Krieg; Prof. Dr. Walter Brehm, Direktor der Klinik für Pferde

Von der Schönheit und den Leiden der Pferde; Doppelausstellung vom 5. März bis 12. Juli 2020 der Universitätsbibliothek Leipzig und der Kustodie der Universität Leipzig in Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Fakultät, Eintritt frei!

Von PM/red.

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