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Ausstellungen „WerkStadt Leipzig“ zeigt 200 Jahre Industriegeschichte in der Messestadt
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Ausstellung WerkStadt Leipzig zeigt 200 Jahre Industriegeschichte

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16:11 03.09.2020
Ausstellungsimpression „WerkStadt Leipzig – 200 Jahre im Takt der Maschinen“ Quelle: Julia Liebetraut/SGM
Leipzig

Leipzig war und ist eine Industriestadt mit internationaler Ausstrahlung und Anbindung. Der Aufstieg exportstarker Industrien hat die Stadt seit dem 19. Jahrhundert geprägt. Neben den jährlichen Messen haben große Marken und herausragende Produkte das Image der Stadt weltweit bestimmt.

Aus einem dichten Netz von Schienen, Straßen, Luft- und Wasserwegen heraus erwuchs das heutige Leipzig mit seinen Fabriklofts und modernen Werken, Versorgungseinrichtungen, Gründerzeitquartieren und teils noch ungenutzten Flächen.

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Gerade in Leipzig hatte sich eine vielseitige Industrie entwickelt: Schrittmacher war auch hier nach englischem Vorbild die Textilindustrie. Die erste Leipziger Dampfmaschine setzte der Wollfabrikant Hartmann 1830 in seiner Kammgarnspinnerei ein. Daneben prägten auch Werke des Maschinenbaus, Musikinstrumenten und Musikautomatenhersteller, früher Automobilbau, Rundfunk- und Messinstrumentenbau sowie die Kohlechemie die Struktur der Stadt.

‚Dreherei für Wellen’ der Bleichert-Werke, Festschrift Leipzig, 1908 Quelle: © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Vor allem in den östlichen Stadtteilen, etwa im Graphischen Viertel, siedelten sich Verlage an. Mit ihnen wuchsen auch Buchhersteller und Fabriken für Druck- und Buchbindereitechnik.

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Die Ausstellung stellt exemplarisch die Geschichte einzelner Branchen vor, die sich teils über mehr als 150 Jahre mit bedeutenden Unternehmen hielten. Am Beispiel hervorragender Firmen und Weltmarktführer wie Adolf Bleichert (später VEB VTA / TAKRAF), Rudolph Sack (später VEB Bodenbearbeitungsgeräte/Amazone BBG) oder Gebrüder Brehmer und Karl Krause (später im Kombinat Polygraph) zeigt sie deren wechselhafte Geschichte auch über Krisenjahre und Neuanfänge bis zum Systemumbruch 1990. Gezeigt wird aber auch der Einfluss auf das Leben der arbeitenden Menschen.

Blick in die Werkküche des VEB Verlade- und Transportanlagenbaus Leipzig 1969. Quelle: © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Lebendigkeit wird dank historischer Werks- und Messefilme sowie Szenen aus Stadt und Umgebung seit Anfang der 1920er Jahre erreicht. Zehn Zeitzeugen berichten über Arbeit und Leben von der DDR bis in die Gegenwart.

WerkStadt Leipzig – 200 Jahre im Takt der Maschinen; Sonderausstellung vom 2,. September 2020 bis 7. März 2021 im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (Haus Böttchergäßchen) im Rahmen des Jahres der Industriekultur Sachsen 2020.

Von PM/red.