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Ausstellungen „Neu im Museum“: Briefe und Postkarten von Max Schwimmer
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15:29 25.10.2019
Max Schwimmer, Brief an Wilhelm Geyer, 20.07.1940 (Ausschnitt). Quelle: SGM
Leipzig

Zu sehen sind zwei Briefe und diverse Postkarten, die individuell von Max Schwimmer mit Zeichnungen und Aquarellen ausgestaltet wurden. Adressat der Briefe und Postkarten war Wilhelm Geyger (1898–1964), welcher zu deren Entstehungszeit zwischen 1940 und 1958 in Lützschena einen Hof bewirtschaftete.

Neben Johannes Hegenberg und Werner Klemke gehörte der Maler und Grafiker Max Schwimmer zu den bekanntesten Buchillustratoren der DDR. Große Popularität erlangte er vor allem durch die heitere, lebensfrohe und unbeschwerte Ausstrahlung seiner Bilder. Die Zeichnungen werden durch die Leichtigkeit des Striches lebendig, welcher in einem eleganten Spiel der Linien mal zart, mal kräftig oder sprudelnd auf das Zeichenpapier aufgetragen wurde.

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Briefe und Postkarten verzierte Schwimmer genauso wie Bierdeckel, Zigaretten- oder Streichholzschachteln. Inspiration und Kraftquelle der schöpferischen Arbeit waren stets die leidenschaftlichen Beziehungen zu seinen Ehefrauen Eva und Ilske sowie zahlreiche Affären, von denen viele seiner Briefe Zeugnis ablegen.

Max Schwimmers Biografie ist vor allem durch die zwei Weltkriege und deren Folgen geprägt. Bekanntheit erlangt er besonders als Illustrator und kunstfertiger Zeichner.

Am 9. Dezember 1895 als Sohn eines Industriebuchbinders geboren, wird Schwimmers Liebe zur Buchillustration schon früh geweckt. Zunächst als Hilfslehrer und Vikar tätig, führt er ab 1917 bereits ein eigenes Atelier und nimmt regelmäßig an regionalen Kunstausstellungen teil. 1919 quittiert Schwimmer seinen Schuldienst, um an der Leipziger Universität Kunstgeschichte und Philosophie zu studieren.

Von 1924 bis 1933 ist er als Pressezeichner und Rezensent der Leipziger Volkszeitung tätig. 1931 erhält Schwimmer zusätzlich eine Anstellung als Klassenleiter an der Leipziger Kunstgewerbeschule. Im Jahr 1933 wird ihm aus politischen Gründen ein Berufsverbot als Pressezeichner auferlegt. Erst ab 1936 gelingt es Schwimmer wieder, seine Illustrationen in der Neuen Leipziger Zeitung und in Leipziger Verlagen zu veröffentlichen.

Von PM/red.

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