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Ausstellungen Dauerschau „IRR-SINN“ gibt Einblicke in die Sächsische Psychiatriegeschichte
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08:44 16.04.2019
Blick in das Sächsische Psychiatriemuseum (Archivbild) Quelle: Sylvio Hoffmann
Leipzig

Wie erging es jemandem, der in der Vergangenheit von seiner Umgebung als verrückt, geisteskrank oder einfach nur seltsam angesehen wurde. Wo und mit welchen Methoden wurden psychisch kranke und sozial unangepaßte Menschen verwahrt und behandelt?

Die Dauerausstellung „IRR-SINN. Einblicke in die Sächsische Psychiatriegeschichte“ des Sächsischen Psychiatriemuseums beschreibt die Lebensgeschichten prominenter und unbekannter Psychiatriepatienten, unter anderem des Gerichtspräsidenten Daniel Paul Schreber (1842–1911) und der sächsischen Mundartdichterin Lene Voigt (1891–1962).

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Hinzu kommen Biografien und therapeutischen Konzepte einflussreicher Ärzte und Psychiater wie C. A.F. Hayner (1775–1837) und Hermann Paul Nitsche (1876–1948) sowie eine Übersicht zur Entwicklung psychiatrischer Institutionen von den mittelalterlichen Hospitälern (Hospital St. Georg) bis zu den seit Anfang des 19. Jahrhunderts gegründeten Heil- und Pflegeanstalten (Pirna-Sonnenstein, Privatanstalt Thonberg, Leipzig-Dösen).

Einblicke in die Dauerausstellung des Sächsischen Psychiatriemuseums Leipzig.

Ein spezieller Ausstellungsraum ist der „Psychiatrie in der DDR. Sachsen 1945–1993“ gewidmet.

Historische Sachzeugen vermitteln einen authentischen Eindruck vom Alltag in der Psychiatrie und von ihren Behandlungsmethoden. Zu sehen sind u.a. Einrichtungsgegenstände, Instrumente und Zwangsmittel sowie Dokumente, Fotos und künstlerische Arbeiten aus mehr als zweihundert Jahren Psychiatriegeschichte.

Begleitend zur Dauerausstellung ist auch ein Katalog von Museumsdirektor Thomas R. Müller erschienen. „Wahn und Sinn. Patienten, Ärzte, Personal und Institutionen der Psychiatrie in Sachsen vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts“ (Mabuse-Verlag, Frankfurt/M. 2014) gibt einen Einblick in den Alltag der Psychiatrie und zeigt u.a. Zwangsmittel, Einrichtungsgegenstände, Fotos und Dokumente aus dem 19. und 20. Jahrhundert.


„IRR-SINN. Einblicke in die Sächsische Psychiatriegeschichte
Dauerausstellung des
Sächsischen Psychiatriemuseums

Von PM

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