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Fragile Pracht: Glanzstücke der Porzellankunst im Grassi Museum Leipzig

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14:06 16.11.2021
Deckeltasse mit Darstellung des Glücksthaler Hüttenmeisters Johann Paul Greiner, Untertasse mit Darstellung der Glücksthaler Hütte bei Lauscha (Thüringen), Porzellan-Manufaktur Gera, um 1785–1790, Porzellan, polychrome bemalt und vergoldet.
Deckeltasse mit Darstellung des Glücksthaler Hüttenmeisters Johann Paul Greiner, Untertasse mit Darstellung der Glücksthaler Hütte bei Lauscha (Thüringen), Porzellan-Manufaktur Gera, um 1785–1790, Porzellan, polychrome bemalt und vergoldet. Quelle: Esther Hoyer
Leipzig

In der Ausstellung vertreten sind die bedeutendsten Manufakturen sowohl mit Geschirren als auch Figuren. Schwerpunkte bilden frühe Porzellane der Manufaktur Meissen, der ersten Porzellanmanufaktur Europas, aber auch Porzellane der Thüringer Manufakturen Gera, Gotha, Limbach, Kloster Veilsdorf, Volkstedt und Wallendorf.

Erstmals werden Porzellane der Meissener Manufaktur nach Pressglasvorlagen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Grassi Museum für Angewandte Kunst vorgestellt.

Bedeutende Schenkungen der letzten Jahre bilden die Basis für diese Präsentation. So ist beispielsweise eine Auswahl von Stücken aus der im Jahr 2015 erhaltenen Schenkung von 330 Objekten kostbarer früher Meissener Porzellane mit Höroldt-Malereien zu sehen.

Tasse und Untertasse mit Blumen- und Insektendekor, Malerei wohl von Johann Gottfried Klinger, Königliche Porzellan-Manufaktur Meissen, um 1740 Porzellan, polychrom bemalt und vergoldet Quelle: Esther Hoyer

Ebenso gezeigt werden einige Stücke der vier Jahre später erhaltenen Kollektion von 36 außergewöhnlich detailliert bemalten Tellern der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin aus einem botanischen Service, das vermutlich für Kaiserin Joséphine von Frankreich von Napoleon Bonaparte in Auftrag gegeben worden war.

Präsentiert werden Porzellane mit Chinoiserien, Jagdszenen, Soldaten- und Schlachtendarstellungen, „Deutschen“ und „Indianischen“ Blumen, religiösen Motiven, aber auch antiken Helden sowie Göttinnen und Götter, Figuren der Commedia dell’arte und Berufsdarstellungen, desweiteren Freundschaftstassen, Tiere, Porträts und Porzellane aus Biskuitporzellan.

Von jeher faszinierte Porzellan seine Betrachter. Dies erklärt sich zum einen aus der Fragilität seines Materials, zum anderen aus den vielfältigen Möglichkeiten seiner plastischen und farbigen Gestaltung. Hinzu kommen die technisch nutzbaren Vorzüge der großen Härte, Wasserdichtigkeit, geringen Wärmeleitfähigkeit, die hygienisch glatte Oberfläche und seine extreme Nachhaltigkeit

Sämtliche hier ausgestellten Porzellane können auch in der Online-Collection des Museums aufgerufen werden.

Fragile Pracht. Glanzstücke der Porzellankunst; 13. November 2021 bis 9. Oktober 2022 im Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Von PM/LMG