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Leipziger Museen laden zu virtuellen Ausstellungsbesuchen

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15:46 13.04.2020
Unter dem Hashtag #closedbutopen bieten Museen virtuelle Ausstellungseinblicke. Quelle: SGM Eva Lusch, Grassi MVL, Kunstkraftwerk Leipzig, Naturkundemuseum Leipzig

Not macht erfinderisch. Das gilt gerade in der aktuellen Corona-Krise für die Kulturschaffenden. In Zeiten von temporären Schließungen, Konzertabsagen und verhängten Ausgangssperren suchen sie nach kreativen Ideen, um auch in den kommenden Wochen im Fokus der Öffentlichkeit zu bleiben und den Hunger nach Bildung und Kultur in der Bevölkerung zu stillen.

Unter dem Hashtag #closedbutopen laden derzeit viele Museen und Ausstellungshäuser über ihre digitalen Kanäle und Social-Media-Profile zum virtuellen Besuch ihrer Sammlungen und aktuellen Ausstellungen. Auch Leipziger Institutionen machen mit.

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Hier eine kleine Auswahl:

Das Museum für Druckkunst Leipzig ist zwar geschlossen, dennoch erstellen die Mitarbeiter in regelmäßiger Reihenfolge Online-Programminhalte auf dem museumseigenen Facebook- und Instagramkanal für Kinder und Erwachsene. So gibt es zum Beispiel immer freitags Einblicke in die aktuelle Sonderschau „Das Auge des Fotografen. Industriekultur in der Fotografie seit 1900“ und dienstags in die Dauerausstellung.

Ebenfalls auf Facebook gibt es eine Serie mit Geschichten aus der Geschichte des Durchblick e.V. und des Sächsischen Psychiatriemuseums.

Das Grassimuseum für Angewandte Kunst präsentiert auf seinem Facebook Profil und auf Instagram ausgewählte Exponate aus seiner Sammlung, ebenso das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, das unter dem Titel „Hoffnungszeichen“ täglich auf der Museumswebsite und dem eigenen Facebook-Kanal ein Sammlungsobjekt vorstellt. Zudem haben sich die drei Museumspädagoginnen des Stadtgeschichtlichen Museums die Videoclipreihe "MUSEUM FÜR DAHEIM" ausgedacht. In jedem Videoclip wird ein Spiel oder eine kreative Aktivität aus dem Museum vorgestellt.

Auch das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig ist geschlossen und kann die seit 2. April  geplante Sonderausstellung „Szenen des Lebens – Ein japanischer Paravent und seine Geschichte (n)“ aktuell nicht für Besucher öffnen. Auf der Museumswebsite ermöglicht das Haus in 360° Bildern einen einfachen Onlinerundgang durch die Ausstellung.

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek legt sogar noch einen drauf und präsentiert seine komplette Dauerausstellung „Zeichen – Bücher – Netze“ digital im Internet – inklusive Online-Gästebuch und Ausstellungsquiz. Das Bachmuseum Leipzig präsentiert Leben und Wirken Johann Sebastian Bachs ebenfalls in einem kleinen digitalen Ausstellungs-Rundgang.

Das Museum der bildenden Künste Leipzig lässt in der Live-Stream-Reihe „MdbK [insight]“ regelmäßig Künstler und Künstlerinnen über ihre Kunst sprechen. Und das Naturkundemuseum Leipzig hat unter dem Titel "School’s out!?" sogar einen eigenen Videopodcast gestartet. Alle bereits erschienenen Folgen können kostenfrei auf der Videopodcast-Webseite des Museums abgerufen werden.

Mit Künstlerinterviews und virtuellen Ausstellungseinblicke versorgt auch die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig ihre Freunde und Fans auf dem digitalen Weg. Kurator*innen laden auf Facebook und Instagram zu Führungen. 

Eine sehr schöne Mitmachaktion hat sich das Kunstkraftwerk Leipzig ausgedacht. Unter dem Motto "Gemeinsam die Kurve flattern" sind Besucher aufgefordert, einen Schmetterling zu gestalten, ganz nach eigenem Geschmack. Vorlagen gibt es auf der Webseite des Kunstkraftwerks. Künstler des Kunstkraftwerks fügen die eingereichten Glücksfalter in eine prächtige immersive 360-Grad-Video-Show mit Musik und Effekten ein.

Die Kustodie der Universität Leipzig und die Universitätsbibliothek geben auf Instagram Einblicke in die Doppelausstellung "Von der Schönheit und den Leiden der Pferde". Ein Film zur Ausstellung in der Galerie im Neuen Augusteum wurde bereits zur Vernissage gezeigt ist nun auf der Webseite der Ausstellung und auf Youtube verfügbar.

Das Zinnfigurenmuseum im Torhaus Dölitz präsentiert online Objekte aus den Sammlungen - damit soll der Besucher auch in der Schließzeit neue Impulse bekommen. Außerdem hat das Haus die Spendenaktion "virtuelles Diorama" ins Leben gerufen - mit dem Ziel die bisher größte Zahl von Figuren eines Dioramas (12126) als virtuelles Diorama zu übertreffen.

Annett Riedel