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Ausstellungen Naturkundemuseum Leipzig und Schaubühne Lindenfels gehen auf „Expedition 4x6“
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15:48 12.05.2020
Dr. Ronny Maik Leder und Elisabeth Schiller-Witzmann eröffnen unter Wahrung der Hygienemaßnahmen den Tiefsee-Kubus. Quelle: Tessina-Larissa Schramm
Leipzig

In vier Kapiteln innerhalb der sechs Seiten eines Kubus – dem zentralen Element des Kooperationsprojektes – werden Geschichten lebendig. Eröffnung war am 6. September 2019 am Naturkundemuseum.

Im aktuellen dritten Kapitel wartet die "Tiefsee" auf interessierte Besucher. Dafür hat sich die Installation in ein auf Grund gelaufenes Wrack verwandelt. Seine ursprüngliche Mission: Die Erforschung der Tiefsee. Heute wabert über dem Wrack ein Teppich aus Müll, an dem nicht nur die Meere und ihre Lebewesen zu Ersticken drohen.

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Die Ausstellung nimmt faszinierende Organismen in den Blick, die an diesem unwirklichen Ort überleben können. Denn dort, wo beängstigende Stille, vollkommene Dunkelheit und gigantischer Druck herrschen, wimmelt es entgegen der allgemeinen Erwartungen nur so vor Leben. Ihrer Erforschung verschrieb sich bereits der Leipziger Zoologe Carl Chun, der 1898 die erste deutsche Tiefsee-Expedition "Valdivia" leitete.

Mit etwas Verspätung durch die Corona-bedingte Schließzeit ist das dritte Kapitel seit dem 12. Mai 2020 kostenlos und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu den üblichen Museumsöffnungszeiten zugänglich. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und die Einhaltung des Mindestabstands sind herbei unerlässlich.

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Im ersten Kapitel „Wildwuchs“ entdeckten die Besucher anhand alter Aufzeichnungen und Bilder die Welt aus der Sicht des Leipziger Forschungsreisenden Eduard Friedrich Poeppig (1798-1868). Seine verlassene Forschungsstation wurde von der Natur längst zurückerobert, bereiste er doch bereits Anfang des 19. Jahrhunderts mehrere Jahre lang Nord- und Südamerika. Poeppigs umfassende Sammeltätigkeit und die anschließende Aufarbeitung sind bis heute von herausragender Bedeutung für die Wissenschaft. Anders als Alexander von Humboldts ist Poeppig außerhalb von Fachkreisen jedoch bisher weitestgehend unbekannt.

Im zweiten Kapitel mit dem Titel "Polarzeit" erforschten die Besucher längst vergangene Wesen und Welten, denen sie im Rahmen der "Expedition 4x6" wieder begegnen konnten. Neben einer träumerisch-fiktiven Auseinandersetzung flankierten greifbar-reale Fragen die Inszenierung: Wann hat der Mensch angefangen, die Lebewesen neben sich zu verdrängen? Wo begann das große Artensterben? Und ist eine Entwicklung, die einmal ins Rollen gekommen ist, überhaupt noch zu stoppen?

Von PM/red.

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