Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Ausstellungen Schule nach der Stunde Null. Der schwierige Neubeginn nach 1945
Thema Specials Leipziger Museen Ausstellungen

Sonderausstellung im Schulmuseum Leipzig zeigt den Neubeginn nach 1945

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Schau!, das Leipziger Museumsportal - eine Sonderveröffentlichung von LVZ.de
17:17 15.10.2020
Die Sonderschau kann im Rahmen der Dauerausstellung besichtigt werden. Quelle: Alexander Prautzsch
Leipzig

Die Sonderausstellung Sie ist vom 16. Oktober bis 22. Dezember 2020 im Schulmuseum Leipzig zu sehen und kann bei freiem Eintritt im Rahmen der Dauerausstellung besichtigt werden.

Zahlreiche Leipziger Schulen waren 1945 zerstört oder schwer beschädigt. Lehrer waren in Kriegsgefangenschaft oder ideologisch belastet. Die Sorge um das tägliche Überleben bestimmte den Alltag der Kinder und Jugendlichen. „Von einem geordneten Schulbetrieb konnte unter diesen Umständen natürlich nicht die Rede sein. Stattdessen bestimmten die schlechte Versorgungsituation, großer Lehrermangel und kaum vorhandene Unterrichtsmaterialien die Situation in den überfüllten Schulen“, so Museumsleiter Dr. Thomas Töpfer.

Anzeige

Die Ausstellung ermöglicht Einblicke in diesen schweren Neubeginn anhand von Zeitzeugeninterviews, Dokumenten und Fotografien. Im Mittelpunkt steht dabei das akribisch geführte Protokollbuch der 44. Oberschule (später POS „Otto Engert“, heute Nachbarschaftsschule) in Leipzig-Lindenau.

Zum Thema:

Schulmuseum Leipzig: Öffnungszeiten, Kontakt...

Mehr News und aktuelle Ausstellungen der Leipziger Museen

Dieses einmalige Zeugnis der Leipziger Bildungsgeschichte gibt die Beratungen des Lehrerkollegiums der Schule wieder, beginnend mit der ersten Zusammenkunft am 9. Mai 1945, einen Tag nach Kriegsende. Es wird im Rahmen der Ausstellung zum ersten Mal überhaupt der Öffentlichkeit präsentiert.

Die gezeigten Dokumente, Schulbücher und Lehrpläne werden durch Zeitzeugeninterviews begleitet, in denen Leipzigerinnen und Leipziger von ihrer Schulzeit in der unmittelbaren Nachkriegszeit berichten.

Newsletter LVZ kompakt

Jeden Tag gegen 17 Uhr die Top-Meldungen und Neuigkeiten aus Leipzig direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Abonnieren

Die Ausstellung zeigt darüber hinaus historische Aufnahmen zerstörter Leipziger Schulen aus dem Archiv des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL). Darunter befinden sich mit der Thomas- und der Nikolaischule sowie dem König-Albert-Gymnasium die drei wichtigsten und traditionsreichsten Gymnasien der Stadt.

Die historischen Aufnahmen wurden in der Mehrzahl durch den Fotografen Johannes Baufeld 1945/46 aufgenommen. Die Fotos der heutigen Bausituation wurden von Martin Toste (IfL) gemacht. Sie entstanden für ein Ausstellungsprojekt das Leibniz-Instituts für Länderkunde und wurden dem Schulmuseum freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.

Von PM/red.