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Ausstellungen Von Cranach bis Triegel: MdbK präsentiert Zeichnungen aus sieben Jahrhunderten
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14:03 04.04.2019
Ebenfalls in der Ausstellung zu sehen: Friedrich Helmsdorfs Blick auf die Peterskirche in Rom (1817/18) Quelle: MdbK

Waren seit dem Bezug des Museums am Augustusplatz im Jahre 1858 die Bestände an Kunstwerken auf Papier noch gering, so umfasst die Grafische Sammlung heute ungefähr 70.000 Werke – Grafiken, Zeichnungen und Fotografien. Mit einer Auswahl von etwa 150 Zeichnungen können nun die zumeist verborgenen Werke im Original betrachtet werden.

Das empfindliche Medium Papier ist Grund für die zurückhaltende Präsenz. Die Ausstellung macht Arbeiten sichtbar, die eine über 150-jährige Sammelleidenschaft sowie die Eigenheiten der Grafischen Sammlung erlebbar machen.

Zu sehen sind Figurenstudien, Landschaften, Porträts, erste Ideenskizzen, Aquarelle, Skizzenbücher und Künstlerbriefe. Die oftmals kleinformatigen und nahansichtigen Kunstwerke fordern auf, sich auf die zeichnerische Vielfalt und die verschiedenen Kunstlandschaften und Ihre Schulen einzulassen. Allen gemeinsam sind das Papier als Bildträger und der Stift aus Metall, Grafit, Blei oder Kohle.

Diese Arbeiten bekannter Künstler sind bis zum 24. März 2019 im Museum der bildenden Künste Leipzig zu bewundern.

Im 20. Jahrhundert erlangt die Zeichnung Unabhängigkeit, formale und inhaltliche Bestandteile zerfallen. Linie, Farbe und Fläche bieten Möglichkeiten für experimentelle, neue, künstlerische Wege und die Erweiterung der bildnerischen Mittel. 1880 wird erstmals ein „Kupferstichcabinett“ erwähnt.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts wird seitens des Museums planmäßig Kunst auf Papier gesammelt. Vielmehr haben zahlreiche SammlerInnen, Stiftungen und Freundeskreise den Bestand an Zeichnungen gefördert und seit der Museumsgründung erweitert. Hervorgehoben seien Christian Heinrich Demiani, Johann August Otto Gehler, Hermann Härtel, Moritz Eduard Mayer, Rudolf Benno von Römer, Maximilian Speck von Sternburg, Hans-Peter Bühler, Marion Bühler-Brockhaus und Mayen Beckmann.

Zum Thema: Mehr Ausstellungen und News aus den Leipziger Museen!

Zu den jetzt ausgestellten Zeichnungen gehören Arbeiten vom Meister des Hausbuchs, Filippino Lippi, Hans Holbein d. J., Lucas Cranach d. Ä., Rembrandt, Lorenzo Lotto, Giovanni Battista Piranesi, Nicolas Poussin, Adam Friedrich Oeser und Julius Schnorr von Carolsfeld. Zeichnungen von Salvator Rosa und Giovan Lorenzo Bernini verweisen auf den Sammlungsbestand römischer Barockzeichnungen aus dem Besitz der Königin Christina von Schweden. Zeichnungen von Max Klinger, Adolph von Menzel, Franz von Stuck, Hans von Marées, Auguste Rodin, Gustav Klimt, Käthe Kollwitz und Max Liebermann führen in die Kunst der Zeichnung um 1900.

Max Beckmann ist durch die Dauerleihgabe von über 360 Zeichnungen aus dem Nachlass von Mathilde Q. Beckmann als wichtiger Vertreter der Klassischen Moderne umfangreich vertreten. Nach dem Zweiten Weltkrieg und bis heute bleibt ein bedeutender Sammlungsschwerpunkt deutsche Kunst im Umfeld der Leipziger HGB sowie den angrenzenden Kunstzentren.

Sammlung im Blick: Zeichnungen aus sieben Jahrhunderten
08. Dezember 2018 bis 24. März 2019
im Museum der bildenden Künste - MdbK - Leipzig

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