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10:51 25.09.2019
Ausstellung " Leipzig auf dem Weg zur friedlichen Revolution " in den Promenaden im Hauptbahnhof in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig

In Leipzig ist Geschichte geschrieben worden. Diese hätte anders ausgehen können, wenn die bewaffneten Sicherheitskräfte am 9. Oktober 1989 vor dem Leipziger Hauptbahnhof ins Geschehen eingegriffen hätten.

An jenem Tag demonstrierten weit mehr als 70.000 Menschen auf dem Leipziger Ring für Freiheit und Demokratie. Dabei überwanden sie Ihre Angst und stellten sich mit den Rufen „Wir sind das Volk!“ und „Keine Gewalt!“ dem waffenstarrenden SED-Regime entgegen.

Dieser Tag war der Wendepunkt auf dem Weg zu einer wirklich friedlichen Revolution, an deren Ende die Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit in einem zusammenwachsenden Europa stand.

Anlässlich des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution und des entscheidenden 9. Oktobers 1989 sind in den Promenaden Hauptbahnhof Leipzig vom 19. September zum 9. Oktober 2019 Auszüge aus der in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Leipzig präsentierten großen Ausstellung. „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ zu sehen.

Die Ausstellung informiert über die zahlreichen Aktionen der Leipziger Opposition, ohne die eine so große Demonstration wie am 9. Oktober 1989 nicht möglich gewesen wäre.

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Bereits in den 1980er Jahren engagierten sich Oppositionsgruppen besonders im kirchlichen Umfeld, da die Kirche einen gewissen Schutz vor der Willkür des SED-Regimes bot. Themen wie Umweltschutz, Einhaltung der Menschenrechte und Demokratisierung des Landes wurden diskutiert. Als es 1988 jedoch zum offenen Konflikt zwischen Kirchenleitung und Teilen dieser Basisgruppen kam, sahen sich diese gezwungen, verstärkt in den öffentlichen Raum zu treten.

Aus den Protesten einzelner hatte sich im Spätsommer 1989 eine Massenbewegung entwickelt, die im Herbst 1989 ihren Höhepunkt fand: Am 9. Oktober 1989 entschied sich in Leipzig, ob die SED mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgehen würde. Der friedliche Ausgang wurde als Sieg über die SED empfunden und bestärkte die Menschen in der ganzen DDR mit ihren Demonstrationen fortzufahren.

Am 3. November fiel die Berliner Mauer, im Dezember wurden die Stasi-Zentralen besetzt. 1990 begann die wichtige Phase des Aufbaus demokratischer Strukturen. Die Wirtschafts- und Währungsunion, die ersten wichtigen Debatten um die Stasi-Unterlagen, die Wiederbegründung des Freistaates Sachsen und die Entwicklung der Stadt Leipzig sind Themen des letzten Teils der Ausstellung. Laufzeit und Ausstellungsort

"Die Friedliche Revolution in Leipzig": 19. September bis 9. Oktober 2019 in den Promenaden Hauptbahnhof. Eine Wanderausstellung des Bürgerkomitees Leipzig e.V., Träger der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" mit dem Museum im Stasi-Bunker.

Der Eintritt ist frei.

Von PM/red.

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