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15:26 06.05.2019
Ulrike Pilz (33) präsentiert den Schlüssel von 1730/60, der wie eine Pistole funktioniert. Zur Museumsnacht spielt er im Leipziger Grassi eine besondere Rolle. Quelle: André Kempner
Leipzig

James Bond würde entzückt sein: Der Schlüssel, entstanden in der Mitte des 18. Jahrhunderts, hat ein Geheimnis. „Er konnte geladen und als Waffe benutzt werden“, sagt Olaf Thormann, der Direktor des Grassi-Museums für angewandte Kunst. Die drei Grassi-Museen am Johannisplatz wollen am Sonnabend ab 18 Uhr unter dem eigenen Motto „Top secret“ etliche Geheimnisse lüften.

An diesem Abend ist Museumsnacht in Leipzig und Halle. Zwei Städte, 80 Sammlungen, mehr als 400 Veranstaltungen laden dann für sechs Stunden die Besucher ein. „Vorhang auf!“ ist der Abend überschrieben, den Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) als „erprobtes Format“ anpreist.

Das war die Museumsnacht 2018:

Zur gemeinsamen Museumsnacht von Leipzig und Halle zog es am Samstag Tausende in insgesamt 82 Ausstellungen.

„Die deutschlandweit einzigartige Museumsnacht bringt unsere beiden Städte weiter zusammen und macht die kulturelle Verbundenheit sichtbar“, sagte sie am Montag zur Vorstellung des Programms. Eröffnet wird die gemeinsame Museumsnacht am Samstag, 11. Mai, um 17.30 Uhr im Innenhof des Kunstmuseums Moritzburg in Halle mit Live-Musik der Jazzband valentine.B. Zuvor stimmen ab 16 Uhr die Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ mit Klaviermusik von Clara Schumann in der Westhalle des Leipziger Hauptbahnhofes auf die diesjährige Museumsnacht ein.

Zum ersten Mal ist das Kunstkraftwerk Leipzig dabei, in dem eine spektakuläre 360-Grad-Videoshow die Besucher in die Zeit der Renaissance entführt.

Der Festsaal der Fränkischen Stiftungen in Halle verwandelt sich in ein riesiges Kreuzfahrtschiff mit echter Kapitänsbar und verspricht tiefgängige Unterhaltung. Der Leipziger Lichtdesigner Bernd Gengelbach projiziert in einem aufwändigen Videomapping an den Wänden des Freylinghausen-Saals eine Welt kurz vor dem Kollaps.

Das „riesengroße Krabbeln“ in Leipzig

Das Naturkundemuseum Leipzig widmet sich dem „riesengroßen Krabbeln“. Wer möchte, kann sich von der wundersamen Welt der Rüsselkäfer oder der hohen Kunst der Insektenpräparation faszinieren lassen. Die Experten des Naturkundemuseums klären darüber auf, welche erstaunlichen Talente sich in der Insektenwelt finden, wie uns Pflanzen eine kribbelnde Lehre erteilen und was Buffalowürmer mit Pasta zu tun haben. Unerschrockene und Gourmets dürfen an diesem Abend sogar die seit 2018 in Deutschland zugelassenen essbaren Insekten testen.

„Wer die Tierchen eher lebend mag, darf auf Tuchfühlung mit den museumseigenen Gespenstschrecken gehen“, empfiehlt Direktor Ronny Maik Leder. Dazu passend: Die Zoologische Lehr- und Studiensammlung präsentiert einen Grillenkampf.

Ticket gilt auch als Fahrkarte

„Wir sind froh, dass wir den Ticketpreis konstant halten konnten“, betont Judith Marquardt, die Beigeordnete für Kultur und Sport Halle. Wie gewohnt, gilt das Ticket ist von 16 bis 3 Uhr am Folgetag auch als Fahrkarte für die öffentlichen Nahverkehrsmittel und den S-Bahn-Verkehr zwischen Halle und Leipzig sowie für die Sonderlinien, die die Museen verbinden. Das Ticket kostet zehn Euro, ermäßigt acht Euro und fünf Euro für Inhaber des Leipzig-Passes, des Halle-Passes und des Familien-Passes Sachsen sowie Sachsen-Anhalt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Eintritt in die Museen und erhalten auch ein eigenes Ticket.

Das kostenfreie Kinderticket berechtigt in Begleitung einer Person ab 19 Jahre, die im Besitz einer gültigen Eintrittskarte ist, zur Fahrt mit den Nahverkehrsmitteln. Wer die Museumsnacht lieber mit dem Fahrrad erkundet, für den gibt es in Leipzig die „Tour de Musée“, die 18 Uhr auf dem Markt startet.

Eintrittskarten gibt es in der Ticketgalerie im LVZ-Foyer und in der Hainstraße 1, am Abend der Museumsnacht in allen beteiligten Museen sowie am Infostand auf dem Markt. Infos: www.museumsnacht-halle-leipzig.de

Von Mathias Orbeck

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