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Stadtgeschichtliches Museum Leipzig stellt Ausstellungsprogramm 2021 vor

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17:28 07.01.2021
Postkarte zur für 2021 geplanten Sonderschau „Kennzeichen L“ im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig Quelle: SGM
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Leipzig

Auch wenn die Zeiten für Planungen weiterhin unsicher sind und mit Änderungen sicherlich zu rechnen ist, blicken die Verantwortlichen im Stadtgeschichtlichen Museum optimistisch auf die nächsten Wochen und präsentieren unter dem Slogan "Mission Zusammenhalt - Museum als (T) Raumschiff in schwierigen Zeiten" das Ausstellungsprogramm für das Jahr 2021 im Haus Böttchergässchen.

Bereits laufende Ausstellungen

WerkStadt Leipzig. 200 Jahre im Takt der Maschinen

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Ausstellungszeitraum: bis 7. März 2021

Leipzig war und ist eine Industriestadt mit internationaler Ausstrahlung und Anbindung. Kaum eine Epoche ihrer Geschichte hat die Stadt so geprägt wie die Industrialisierung des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Verbund mit der Messe und Buchmesse haben große Marken und Produkte das Image der Stadt weltweit bestimmt. Die Ausstellung greift das Thema Industriekultur auf und zeigt am Beispiel bedeutender Firmen und Weltmarktführer wie Adolf Bleichert (später VTS/TAKRAF), Rudolph Sack (später VEB Bodenbearbeitungsgeräte/ Amazone BBG) oder Gebrüder Brehmer (später VEB Polygraph) deren wechselhafte Geschichte von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis zu den Krisenjahren und Neuanfängen nach beiden Weltkriegen und dem Systemumbruch 1990. ----> Erfahren Sie hier mehr zur Ausstellung!

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… oder kann das weg? Napoleons Nachttopf, Ulbrichts Küchenstuhl und das Taufkleid von Tante Marta. Zwischen Alltag und Aura oder Warum sammeln Geschichtsmuseen?

Ausstellungszeitraum: verlängert bis 9. Mai 2021

Nachtgeschirr, Porzellan Manufaktur Meißen, um 1780; Exponat der Ausstellung "...oder kann das weg" im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig Quelle: SGM

Die Depots der Geschichtsmuseen sind meist voll von ungewöhnlichen Dingen mit faszinierenden Geschichten. Dennoch haben viele von ihnen das Tageslicht seit Jahrzehnten nicht gesehen. Eigentlich schade. Die Kabinettausstellung „…… oder kann das weg? Napoleons Nachttopf, Ulbrichts Küchenstuhl und das Taufkleid von Tante Marta“ vereint etliche herausragende Objekte aus den Sammlungen des Hauses, auch wenn sie auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. --> Erfahren Sie hier mehr zur Ausstellung!

Zum Thema:

Stadtgeschichtliches Museum: Öffnungszeiten, Eintrittspreise, mehr ...

Mehr News und aktuelle Ausstellungen der Leipziger Museen

Geplante Ausstellungen 2021

Kennzeichen L - Eine Stadt stellt sich aus

Voraussichtlicher Ausstellungszeitraum: 9. Mai bis 26. September 2021

Leipzig ist keine Stadt wie jede andere. Mit einem ungewöhnlich positiven Image ausgestattet, besitzt Leipzig einzigartige Qualitäten. Das Lebensgefühl des „Weltdorfs an der Pleiße“ erschließt sich nicht nur über historische Ereignisse, Sehenswürdigkeiten und typische Attribute wie Buchstadt, Musikzentrum oder Messemetropole. Die Sonderausstellung fragt erstmals auch nach verborgenen Merkmalen der Leipziger Mentalität, die bis heute das Selbstverständnis ihrer Bürgerinnen und Bürger prägen.

Neben Ausstellungsstücken zu Persönlichkeiten der älteren und neueren Geschichte treten Menschen, Dinge und Statements aus der heutigen Stadtgesellschaft in den Fokus. Nostalgische Erinnerungsstücke vom Rennbahn-Totalisator bis zum Lotteriekiosk, vielstimmige Liebeserklärungen an die Stadt sowie typisch Leipziger Innovationen sind ebenso präsent wie polarisierende Objekte und kritische Positionen.

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Jüdische Verlage in der Buchstadt Leipzig. Projekt zur Jüdischen Woche

Voraussichtlicher Ausstellungszeitraum: 1. Juni bis 25. Juli 2021

Seit dem 18. Jahrhundert zählt Leipzig zu den bedeutendsten Messe- und Verlagsstädten in Deutschland. Obwohl nur eine Minderheit in dieser Branche, waren ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch jüdische Verleger, Autoren und Künstler an diesem Erfolg beteiligt. Wichtige Publikationen des liberalen Judentums entstanden dank spezialisierter Verlagshäuser und Druckereien in Leipzig.

Die Bandbreite jüdischer Verlage war vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts sehr groß: Sie reichte von religiösen Schriften über die berühmten Notendrucke der Edition Peters bis zu wissenschaftlichen Werken, Stadtplänen und Zeitschriften oder Künstlerbüchern der Moderne.

Die Studioausstellung zeigt neue Facetten des Kulturaustauschs der Buchstadt Leipzig und ihrer Strukturen. Ihre Geschichte ist die von Liberalität und Bildung, der Hoffnung auf Toleranz und gegenseitigen Austausch.

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Held oder Hassfigur? Der Leipziger Liebknecht

Voraussichtlicher Ausstellungszeitraum: 11. August bis 24. Oktober 2021

In Leipzig scheinen heute nur noch die lebendige Kneipenmeile „KarLi“ in der Südvorstadt und die kleine Gedenkstätte in der Braustraße an den bekannten Politiker Karl Liebknecht zu erinnern. Sein 150. Geburtstag wird in der Ausstellung zum Anlass für Rückblicke: Auf sein Leben und das seiner Familie, seine Nachwirkung und die Instrumentalisierung seines Wirkens als "Vorkämpfer" in der DDR, aber auch auf die politische Arbeiterbewegung, der er entstammte.

Ausstellungsfoto zur Sonderschau „Held oder Hassfigur? Der Leipziger Liebknecht“ im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig Quelle: SGM

Im Zentrum der Studioausstellung stehen biographische Ereignisse und wichtige Lebensetappen von Liebknecht, der mit seiner Familie die ersten 20 Lebensjahre in Leipzig verbrachte. Sein Vater Wilhelm Liebknecht war nicht nur Schriftsteller, sondern einer der Führer der deutschen Sozialdemokratie. Als Rechtsanwalt und linksradikaler Politiker setzte Karl Liebknecht im 1. Weltkrieg, in der Novemberrevolution, bis zu seiner Ermordung am 15. Januar 1919 dieses Engagement als Mitgründer der KPD fort.

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Schnee von gestern? Winter in Leipzig – Kulturgeschichte und Zukunft einer Jahreszeit

Voraussichtlicher Ausstellungszeitraum: 12. November 2021 bis 27. Februar 2022

Der Winter, geliebt und gehasst, ersehnt und gefürchtet, Frust und Lust: Keine Jahreszeit polarisiert so sehr wie er. Was aber passiert mit dem Winter in Zeiten des Klimawandels? Was wird aus der winterlichen Bilderwelt und Aura, wenn dauerhaft kein Schnee mehr fällt? Wie verkraften Mensch und Natur diese Leerstelle, und was können wir gegebenenfalls an ihre Stelle setzen?

Ausstellungsfoto zur Sonderschau „Schnee von gestern? Winter in Leipzig“ im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig Quelle: SGM

Das Stadtgeschichtliche Museum widmet der rau-besinnlichen Jahreszeit erstmals eine Ausstellung und erhellt zwischen Nostalgie, Infrastruktur, Kulturgeschichte und Klimasorge alle Facetten, die der Winter in sich trägt. Eine Fülle unterschiedlicher Objekte, Bilder und Medien sowie Mitmachstationen für Groß und Klein zeigen die schönen und die schauerlichen Seiten des Winters.

Von PM/LMG