Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Ratgeber Sonnenbrand und Hautkrebs: Screening erhöht Heilungschancen
Thema Specials Universitätsklinikum Leipzig Ratgeber Sonnenbrand und Hautkrebs: Screening erhöht Heilungschancen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
14:52 27.06.2018
Wer sich vor der UV-Strahlung der Sonne richtig schützt, kann beruhigt im Sommer ein Sonnenbad genießen. Quelle: dpa

Sonne bringt uns Licht, Wärme und Vitamin D. „Aber ein Zuviel an Sonnenstrahlen kann gefährlich werden“, sagt Dr. Iris Pönitzsch, Oberärztin an der Leipziger Universitäts-Hautklinik. „Alles, was einen Sonnenbrand hervorruft, kann der Gesundheit schaden.“

In Teil 2 des Ratgebers zum Thema Hautkrebs erklärt sie, wie Schwarzer Hautkrebs erkannt werden kann und was beim Hautkrebs-Screening untersucht wird.

Lesen Sie hier Teil 1 des Ratgebers zum Thema Hautkrebs!

Vorsorge beim Sonnenbad

Im Sommer ist es wichtig, sich eine halbe Stunde vor einem Aufenthalt im Freien richtig einzucremen. Nach dem Schwimmen das Nachcremen nicht vergessen, sonst kommt der Sonnenbrand doch noch – und Folgen, auf die alle gut verzichten können: der Hautkrebs. Bei Reisen in sonnige Länder kann man zudem auf UV-dichte Kleidung zurückgreifen.

Schwarzer Hautkrebs am gefährlichsten

Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 213.000 Menschen neu an Hautkrebs, so Dr. Pönitzsch. Damit ist er der am häufigsten auftretende Krebs; Krebsvorstufen sind darin noch nicht erfasst.

Am gefährlichen Schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) erkranken in Deutschland jährlich mehr als 20.000 Menschen; im Jahr 2013 waren es 10.500 Frauen und 10.900 Männer. Aber auch mit Basalzellkrebs und Plattenepithelkarzinom, den so genannten nichtmelanozytären Hautkrebsen, ist nicht zu spaßen.

Kinder und Jugendliche selten betroffen

Übrigens treten die verschiedenen Hautkrebsarten selten im Kindesalter oder in der Jugend auf, weil sich dieser Krebs über mehrere Jahrzehnte entwickelt. Allerdings erhöhen übermäßige UV-Bestrahlung und Sonnenbrände in der Kindheit das Risiko einer späteren Hautkrebserkrankung.

So geht Früherkennung

Hilfreich bei der Früherkennung des Schwarzen Hautkrebses ist die Beurteilung von Pigmentmalen nach der A-B-C-D-Regel. Wenn diese Beschreibungen zutreffen, so die Leipziger Expertin, sollte der Betreffende den Hautarzt aufsuchen:

  • A wie Asymmetrie: Das Mal hat eine unregelmäßige Form.
  • B wie Begrenzung: An den Rändern scheint das Pigmentmal auszulaufen, es ist uneben, rau und zackig.
  • C wie Colour: Das Mal ist an einigen Stellen heller oder dunkler, rosafarben oder nicht pigmentiert.
  • D wie Durchmesser: Male mit einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern sollen in jedem Fall beachtet werden.

Screening für gesetzlich Versicherte

Alle gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs, das so genannte „Hautkrebs-Screening“.

Dabei sollte man wissen, dass Hautkrebs nicht nur an Stellen, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, entstehen kann. Deshalb wird beim Screening die gesamte Haut gründlich auf Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und malignes Melanom untersucht.

Selbstuntersuchung steigert Heilungschancen

Außerdem werden die Versicherten zur Selbstuntersuchung angeleitet. Denn früh erkannt ist jeder Hautkrebs zu nahezu 100 Prozent heilbar. Ziel des Screenings ist es damit, die Heilungschancen zu erhöhen, den Hautkrebs schonender behandeln zu können und damit die Lebensqualität zu verbessern.

Uwe Niemann

UKL aktuell

Weitere Infos aus dem Universitätsklinikum Leipzig lesen Sie hier!

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Sonne bringt uns Licht, Wärme und Vitamin D. „Aber ein Zuviel an Sonnenstrahlen kann gefährlich werden“, sagt Dr. Iris Pönitzsch, Oberärztin an der Leipziger Universitäts-Hautklinik.

27.06.2018

Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Hier erfahren Sie, wie Sie die Schädigung von Blutgefäßen, die einem solchen Ereignis vorausgehen, vermeiden können.

16.05.2018

Rund 10 000 Menschen erblinden jedes Jahr in Deutschland. Zwar lassen sich nicht alle Augenkrankheiten verhindern, doch schon mit einigen einfachen Maßnahmen kann jeder das individuelle Risiko senken, sein Sehvermögen zu verlieren.

25.04.2018