Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Ratgeber Trockene Winterluft strapaziert die Haut
Thema Specials Universitätsklinikum Leipzig Ratgeber Trockene Winterluft strapaziert die Haut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
22:05 18.12.2019
Ausreichend Flüssigkeit und Cremes helfen: Ein junger Mann pflegt sich mit Hautcreme.
Ausreichend Flüssigkeit und Cremes helfen: Ein junger Mann pflegt sich mit Hautcreme. Quelle: Volkmar Heinz
Leipzig

Die trockene Heizungsluft im Winter und vor allem die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen bekommen der Haut nicht gut. Ein kalter Wind verstärkt den Austrocknungseffekt noch. „Die Ursache ist: Im Winter produzieren die Talgdrüsen unserer Haut weniger Fett. Fehlt aber der Fettfilm der Haut, verdunstet Wasser leichter aus der Hautoberfläche. Darüber hinaus ziehen sich bei Kälte die Blutgefäße unter der Haut zusammen“, erklärt Dr. Anna-Theresa Seitz, Oberärztin in der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig. „Dies führt dazu, dass die Haut an Händen und Gesicht sehr strapaziert wird und besondere Pflege braucht.“

Die Hautärztin empfiehlt zur winterlichen Pflege eine lipidreiche Creme auf einer Öl-in-Wasser-Basis. Auch urea- und glycerinhaltige Cremes sind zur Pflege gut geeignet. Bei trockenen Händen empfiehlt es sich, nach dem Auftragen einer rückfettenden Creme vor dem Schlafen Baumwollhandschuhe anzuziehen. Damit kann die Creme über Nacht gut einwirken. Mit Blick auf notorische Creme-Muffel wie Männer und Kinder rät sie, das Eincremen von Gesicht und Händen in die Routine des Zähneputzens einzubeziehen.

Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig

Zur Hautpflege im Winter empfiehlt es sich auch, ausreichend zu trinken. „Der Flüssigkeitsverlust der Haut sollte auch von innen ausgeglichen werden“, so die Oberärztin. „Das Durstgefühl lässt im Winter nach, deshalb sollte man schon bewusst zu Getränken wie Tee oder Wasser greifen. Auch mit einer ausgewogenen Ernährung kann man der Haut helfen, gut über den Winter zu kommen. Dazu gehören viel Obst und Gemüse und auch grüner Tee, denn damit kommt der Köper in den Genuss von sekundären Pflanzenstoffen wie Carotinoiden und Polyphenolen.“

Auf rissiger Haut können sich Infektionen festsetzen

Bei unzureichender Hautpflege kann die Haut trocken und rissig werden und Schmerzen bereiten. Auf einer rissigen Haut können sich leichter Infektionen ausbreiten, die schwerwiegende Folgen haben können. „Langes Duschen oder heiße Vollbäder entziehen der Haut zusätzlich Feuchtigkeit“, so Dr. Seitz. Die Hautärztin empfiehlt kurzes, mittelwarmes Duschen mit einem ph-neutralen Reinigungsmittel oder milden Seifen. Die Haut sollte danach trocken getupft werden.

Von Uwe Niemann