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Ratgeber Kohl, Sanddorn und Nüsse bringen winterliche Note
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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
22:18 14.01.2020
Sich auch im Winter gesund zu ernähren, ist gar nicht so schwierig, meint UKL-Ernährungsexperte Lars Selig. Quelle: Stefan Straube
Leipzig

Vitamine helfen, gesund über den Winter zu kommen. Und dazu braucht man keine frischen Erdbeeren aus Übersee. Das heimische Obst und Gemüse der Wintersaison hat alles, was der Mensch braucht. „Alle Kohlsorten haben reichlich Vitamine und Calcium“, versichert Lars Selig, Leiter des Ernährungsteams am Universitätsklinikum Leipzig. „In 100 Gramm Weißkohl steckt die gleiche Menge Vitamin C wie in einem Glas Orangensaft, noch mehr Vitamin C liefern Brokkoli und Rosenkohl.“ Damit die Diskussion mit den Blähungen gar nicht erst aufkommt, hier sein Tipp: Etwas Kümmel zum Kohl – und er bekommt allen wohl.

Steckrüben, Pastinaken, Chicorée – es gibt viele Vitaminspender, die uns gut über den Winter bringen. Auch Lauch- und Zwiebelgemüse, Rote Bete und Feldsalat sind bestens geeignet, Widerstandskraft gegen Erkältungen auszubauen.

Nüsse besser als Gummibärchen

„Natürlich gelten die allgemeinen Regeln der gesunden Ernährung auch im Winter weiter“, so Lars Selig. „Vollkornbrot und weitere ballaststoffreiche Lebensmittel sättigen, kurbeln die Verdauung an, können sogar Blutzuckerwerte verbessern. Im Winter werden aber nun andere Geschmacksvariationen interessant: Nüsse, Sanddorn, Ingwer oder Chili. Nüsse haben zwar viele Kalorien, eine Handvoll zum abendlichen Naschen ist aber nicht zu viel – und auf alle Fälle gesünder als eine Handvoll Gummibärchen.“

Sanddorn ist Vitamin-Bombe

Der Sanddorn ist ja eine wahre Vitamin-Bombe, hat bis zu zehnmal mehr Vitamin C als eine Zitrone oder Orange. Früchte oder Saft sollten aber nicht gekocht werden, weil das die Vitamine zerstört. Ingwer wiederum kann durchaus überbrüht werden. „Hier kommt es auf die ätherischen Öle an, die entzündungshemmend wirken“, so der Diätassistent. Also Ingwerwurzel schälen, in dünne Scheiben schneiden und dann wie einen Tee brühen und ziehen lassen. Roher Ingwer soll nach der chinesischen Medizin Erkältungen abwehren, Schleim lösen und Husten lindern. „Chili hat da ganz ähnliche Wirkungen“, so Lars Selig. „Er durchblutet die Schleimhäute, was sich auf die Abwehr von Krankheiten auswirkt“.

Hühnersuppe hilft – auch ohne wissenschaftliche Daten

Immer wieder ein Tipp für gesundheitlich Angeschlagene im Winter ist übrigens die klassische Hühnersuppe. „Es gibt keine wissenschaftlichen Daten, aber sie hilft“, so Lars Selig. „Es ist eine Jahrhunderte alter Mythos, der aber seine Berechtigung hat. Es scheint dieses Wohlgefühl im Bauch zu sein – und dann natürlich noch der Glaube an das Süppchen, das man schon als Kind von der Oma am Krankenbett bekommen hat. Wie auch immer. Ich bin der Ansicht: Hauptsache, es hilft.“

Nicht mit Hunger zum Kaffeetrinken gehen

Natürlich nicht verboten sind im Winter die weihnachtlichen Leckereien. Sie gehören nun mal dazu und machen mit ihrem Duft und ihrem Geschmack ja einen Großteil des Zaubers der kalten Jahreszeit aus. Lars Selig hat nur einen dezenten Hinweis: „Bitte nicht mit Hunger an den bunten Teller oder zum Kaffeetrinken mit Stolle gehen. Es ist ja der Genuss, auf den wir uns freuen. Also mit Bewusstsein zum Lebkuchen oder Schokoweihnachtsmann greifen. Es muss nicht alles innerhalb von einer Woche leergegessen sein.“

Von Uwe Niemann

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