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UKL aktuell Neue Spezialsprechstunde für Kinder
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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
21:24 18.09.2019
Diplom-Psychologe Steffen Elsner, hier mit kleiner Patientin, koordiniert die neue Spezialsprechstunde am UKL. Quelle: Stefan Straube / UKL
Leipzig

Ab September bietet das Universitätsklinikum Leipzig eine neue Spezialsprechstunde für die Diagnostik und Behandlung emotionaler Störungen bei Vorschulkindern und jungen Schulkindern an. Das ambulante psychotherapeutische Angebot der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters (Leitung: Prof. Dr. Kai von Klitzing) richtet sich an Mädchen und Jungen zwischen drei und acht Jahren. Die Untersuchungen und Therapien der ärztlich und psychologisch geführten Sprechstunde werden im Rahmen einer Studie wissenschaftlich begleitet.

Auf leise Signale wird noch zu wenig geachtet

„Kleine Kinder teilen ihre inneren Konflikte weniger über das Sprechen, sondern vielmehr über ihren Körper und ihr Verhalten mit", sagt Diplom-Psychologe Steffen Elsner. Der Psychologische Psychotherapeut wird die Spezialsprechstunde und die Begleitforschung koordinieren. „Ziehen sich Kinder oft zurück, sind traurig, ängstlich oder auch gehemmt im Spiel, können das Hinweise auf psychische Probleme sein", erläutert er. Doch werde auf diese eher leisen Signale oft noch zu wenig geachtet. Meist fielen Kinder mit störendem Verhalten oder Wutanfällen auf, hinter denen sich in knapp der Hälfte aller Fälle jedoch ebenfalls emotionale Probleme verbergen würden, sagt Elsner. Eine medikamentöse Behandlung von Ängsten und depressiven Verstimmungen in diesem jungen Alter ist nicht indiziert. Mittel der Wahl sei hingegen eine psychotherapeutische Behandlung, betont Elsner.

„Daher haben wir diese Spezialsprechstunde eingerichtet. Wenn Eltern derartige Symptome bemerken, können sie bei uns einen Termin für eine Untersuchung vereinbaren. Wir schauen dann, ob und wie wir helfen können", erklärt der UKL-Psychologe. Je früher eine psychische Erkrankung im Kindesalter diagnostiziert und behandelt werde, desto besser.

Schwierigkeiten besser verstehen

Ziel der Therapie sei, die Schwierigkeiten des Kindes und der Eltern zunächst besser zu verstehen, um dann das Erleben und Verhalten verändern zu können. Auch soll die Situation des Kindes im Familiengefüge, im Kindergarten oder in der Schule verbessert werden, um es in seiner psychischen und körperlichen Entwicklung dauerhaft zu fördern. „Das entlastet dann auch Eltern und Erzieher", sagt Steffen Elsner. Angelegt ist die Behandlung für die Kinder als Psychotherapie mit psychoanalytischem Hintergrund über eine Dauer von 20 bis 25 Stunden, doch sind auch regelmäßige Elterngespräche integriert.

Weitere Informationen:Termine können über die Kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz (PIA) vereinbart werden. Dazu bitte angegeben, dass es sich um einen Termin für die „Spezialsprechstunde Vorschulkinder und junge Schulkinder" handelt.

Terminvereinbarungen unter Telefon 0341 – 97 24105

Von Markus Bien

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