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UKL aktuell Herzkreislaufstillstand und Wiederbelebung
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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
23:33 18.12.2019
Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten sie im nun zertifizierten Cardiac Arrest Center eng zusammen (v. r. n. l.): Prof. Ulrich Laufs (Kardiologie), Prof. Sebastian Stehr (Anästhesiologie und Intensivtherapie), Prof. André Gries (Zentrale Notfallaufnahme), Prof. Sirak Petros (Internistische Intensivmedizin) und Prof. Joseph Claßen (Neurologie). Quelle: Stefan Straube / UKL
Leipzig

Das Cardiac Arrest Center (CAC) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist erfolgreich zertifiziert worden. Der Deutsche Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC) und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bestätigen damit, dass am UKL die höchsten Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

An einem CAC können Patienten, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzkreislaufstillstand (“Cardiac Arrest") erleiden, und wiederbelebt werden müssen, sehr schnell und umfassend weiterbehandelt werden.

Interdisziplinäre Versorgung am UKL

Das Cardiac Arrest Center ist eine interdisziplinäre Einrichtung. Für die optimale Versorgung der Patienten arbeiten am UKL neben der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) die Kliniken für Kardiologie Anästhesiologie und Intensivtherapie, Neurologie sowie die Internistische Intensivmedizin zusammen.

„Die Qualitätskriterien sind von Fachgesellschaften aufgestellt worden und basieren auf Leitlinien. Wiederbelebte Patienten, die dann in einer entsprechend spezialisierten Klinik behandelt werden, die diese Kriterien und Qualitätsmerkmale umsetzt, haben nachweislich eine höhere Überlebensrate“, betont Prof. André Gries, Sprecher des CAC und Ärztlicher Leiter der ZNA. „Nun haben wir auch die formelle Bestätigung, dass am UKL alle Kriterien erfüllt werden“, freuen sich auch Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik für Kardiologie, und Prof. Sirak Petros, Leiter der Internistischen Intensivmedizin.

100 Patienten pro Jahr am CAC der Uniklinik Leipzig

Ein wesentlicher Punkt ist dabei die gute und reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgebiete und Abteilungen. „Es gibt ganz klare Behandlungswege, alles ist abgestimmt und besprochen. Das Personal ist entsprechend eingewiesen und geschult“, erläutert Prof. Gries. Dass dies alles funktioniere, so der Notfallmediziner, sei nun bestätigt worden. Am CAC des UKL werden etwa 100 Patienten pro Jahr nach einer oder während einer noch laufenden Wiederbelebung behandelt.

In einem nächsten Schritt soll die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, den Notärzten und anderen Kliniken noch weiter verbessert werden, so dass möglichst alle betroffenen Patienten aus dem Leipziger Bereich einem CAC zugeführt werden können.

Glieder der Rettungskette müssen funktionieren

Ein CAC allein reiche allerdings nicht, sagt Gries: Jeder Einzelne sei gefragt. Die Behandlung könne nur dann optimal verlaufen, wenn alle Glieder der so genannten Rettungskette gut miteinander funktionieren: „Muss jemand wiederbelebt werden, dann bitte unverzüglich den Rettungsdienst unter 112 rufen, eine Herzdruckmassage beginnen und so die Rettungskette in Gang setzen. Man kann dabei nichts falsch machen“, betont er. „Kommt der Betroffene dann noch in ein CAC, ist eine optimale Weiterversorgung gewährleistet.“

Von Markus Bien

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