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Intensivpflegende am Universitätsklinikum Leipzig ziehen Corona-Fazit

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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
08:07 21.10.2021
Knapp 500 COVID-Patientinnen und Patienten wurden in den vergangenen Monaten auf der Intensivstation des UKL betreut.
Knapp 500 COVID-Patientinnen und Patienten wurden in den vergangenen Monaten auf der Intensivstation des UKL betreut. Quelle: Stefan Straube
Leipzig

Das Fachsymposium mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern diente auch dazu, ein erstes Fazit aus den zurückliegenden Erfahrungen zu ziehen und sich so auf das vorzubereiten, was eventuell noch auf die Intensivstationen zukommt.

„Natürlich haben wir alle die Hoffnung, dass es nicht wieder so schlimm wird wie im vergangenen Winter“, sagt Sylvia Köppen, pflegerische Leiterin der COVID-Intensiv-station am UKL und Organisatorin des Intensivpflegetages. „Dennoch haben wir jetzt die Gelegenheit genutzt, ein Fazit aus unseren Erfahrungen zu ziehen und so für die Zukunft zu lernen.“

120 Teilnehmer wurden zu der Weiterbildung speziell für Pflegekräfte aus der Intensivmedizin erwartet. Themen des eintägigen Fachsymposiums waren unter anderem die Frage nach dem richtigen Maß an Schutzmaßnahmen oder dem Effekt einer Koordination der Belegung der Intensivbetten.

Zentrale Steuerung „extrem sinnvoll“

Diese zentrale Steuerung habe sich als extrem sinnvoll erwiesen, resümiert Prof. Pierre Hepp. Er leitete am UKL die koordinierende Cluster-Leitstelle, in der die Verteilung der COVID-19-Patienten auf die Krankenhäuser in der Region Leipzig gesteuert wurde.

Weniger eindeutig ist das Ergebnis der Überlegungen zur Frage des Schutzstandards. „Wir haben diskutiert, ob die hohen Hygieneanforderungen und der damit verbundene große Aufwand wirklich erforderlich sind und beibehalten werden müssen, oder ob auch ein reduzierterer Einsatz von Schutzkleidung wie beispielsweise bei Influenza ausreichend wäre“, berichtet Sylvia Köppen.

479 COVID-Patienten auf der Intensivstation

Ihr Team hat in den zurückliegenden 17 Monaten 479 COVID-Patienten auf der Intensivstation betreut, die meisten davon in den Monaten Oktober bis Mai. Mitte September 2021 war die Lage vergleichsweise entspannt. Jetzt zeigt sich schon deutlich, dass der Großteil der aktuell behandelten Patienten ungeimpft ist.

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Aufgrund des hohen Anteils Ungeimpfter rechnen die Intensivpflegenden daher auch mit einem Anstieg der Patientenzahlen. „Umso wichtiger ist daher auch der Austausch darüber, welche Behandlungsoptionen sich in der Versorgung dieser Patienten als sinnvoll erwiesen haben“, so Köppen.

Ein Teil der Weiterbildung beschäftigt sich daher mit den Themen Sauerstofftherapie, nicht-invasive Beatmung ebenso wie invasive Beatmung und den Besonderheiten bei COVID-Patienten.

Stellenangebote für Pflegekräfte finden sich unter www.uniklinikum-leipzig.de/stellenangebote

Von HR