Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
UKL aktuell Kinderklinik bezieht großzügige Stationen im Klinikneubau Haus 7
Thema Specials Universitätsklinikum Leipzig UKL aktuell Kinderklinik bezieht großzügige Stationen im Klinikneubau Haus 7
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
14:31 27.09.2018
Auf allen Kinderstationen weisen Affen, Eulen, Füchse und viele andere Tiere den richtigen Weg zu den Patientenzimmern. Quelle: Stefan Straube

Neben großzügigen Stationen für die Kinderklinik wurden in dem neuen Gebäude speziell für das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ), die Kinderonkologie sowie für eine neue interdisziplinäre psychosomatische Kinderstation dringend benötigte Kapazitäten geschaffen.

Ganzheitliche Unterstützung im Sozialpädiatrischen Zentrum

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und Entwicklungsstörungen, wie z.B. schwerer Epilepsie oder Mehrfachbehinderungen, benötigen besondere Hilfe und Unterstützung. Für sie ist das SPZ am UKL eine wichtige Anlaufstelle. Die Nachfrage nach dem interdisziplinären Behandlungsangebot der Fachmediziner ist enorm. Die neuen Räumlichkeiten, die sich im Erdgeschoss von Haus 7 befinden, bieten nun noch bessere Bedingungen für die ganzheitliche Unterstützung von Familien mit einem betroffenen Kind. Die individuellen medizinischen und psychosozialen Angebote reichen von der umfangreichen diagnostischen Abklärung bis hin zur Entwicklung eines passenden Förderkonzepts.

Optimale Bedingungen für transplantierte Kinder und Jugendliche

Nach einer Interimslösung kann auch die UKL-Kinderonkologie in Kürze neue Räumlichkeiten beziehen. Dabei bildet die nunmehr erweiterte Transplantationseinheit neben dem konventionellen onkologischen Bereich das Herzstück der Abteilung, die sich künftig in der ersten Etage von Haus 7 befinden wird. „Transplantierte Kinder müssen hochgradig  abgeschirmt sein. Ihre Unterbringung und Versorgung unterliegt strengen  Vorschriften und Hygienekriterien, alles muss bakterien- und keimfrei sein. In unserer neuen Transplantationseinheit wurden diesbezüglich modernste Hygienestandards umgesetzt“, erklärt Dr. Jörn-Sven Kühl, oberärztlicher Leiter der pädiatrischen Stammzelltransplantation (pädKTE) am UKL. Die vier geräumigen Patientenzimmer der Transplantationseinheit sind nur über so genannte Schleusen begehbar: in sich abgeschlossene klimatisierte Bereiche, bei deren Betreten durch Überdruck immer Luft nach draußen geht und keine unreine Luft einströmen kann.

Die neuen Räumlichkeiten der Station berücksichtigen in großem Maße auch die Bedürfnisse der Eltern. „Die Kinder sind häufig mehrere Monate auf Station, und viele Eltern kommen nicht aus Leipzig. Die neue Station ermöglicht es den Eltern, ihr Kind jederzeit zu besuchen und zu bleiben“, erklärt Dr. Kühl. Dafür stehen den Eltern vier Räume zum Übernachten zur Verfügung sowie ein abgeschlossener Eltern-Wohn-Bereich mit Küche und Aufenthaltsecke. „Ab sofort können wir nicht nur mehr Transplantationen vornehmen, sondern auch noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder und Eltern eingehen“, freut sich Transplanteur Kühl.
Die pädKTE des UKL ist die einzige Klinik für Stammzelltransplantationen bei Kindern in Westsachsen. Hier werden Kinder von 0 bis 18 Jahren transplantiert, künftig verstärkt auch Kinder mit seltenen, angeborenen Erkrankungen.

UKL aktuell

Mehr aktuelle Informationen aus dem Universitätsklinikum Leipzig lesen Sie hier!

Neue interdisziplinäre psychosomatische Kinderstation

Oben, in der dritten Etage des Klinikneubaus, hat mit der Interdisziplinären Psychosomatik mit integrierter Eltern-Kind-Einheit  eine neue Abteilung ihren Platz gefunden, die die Fachbereiche Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendmedizin miteinander verknüpft. „Unsere Arbeit ist ganzheitlich integrativ und interdisziplinär ausgerichtet“, erklärt Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr. Franziska Schlensog-Schuster, die die Abteilung gemeinsam mit dem Kinderarzt Andreas Hiemisch leitet. „Jeder bringt sein Spezialwissen mit ein, so dass wir gleichermaßen sowohl psychotherapeutisch, psychiatrisch als auch kinderärztlich und therapeutisch auf unsere kleinen Patienten schauen können, ohne dass sie die Klinik wechseln müssen. Damit schließen wir eine Lücke in der Versorgung von Babys, Kindern und Jugendlichen mit psychosomatischen Störungen.“

In der Interdisziplinären Psychosomatik mit integrierter Eltern-Kind-Einheit werden kleine Patienten ganzheitlich betreut. Quelle: Stefan Straube

In der Interdisziplinären Psychosomatik arbeitet ein festes multiprofessionelles Team von Ärzten beider Disziplinen, Therapeuten und pädagogischen sowie pflegerischen  Mitarbeitern. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die kleinen Patienten, wie zum Beispiel Babys mit Störungen im Essverhalten oder Kinder mit Kopf- oder Bauchschmerzen bestmöglich ganzheitlich betreut werden.
Damit die Kleinsten nicht auf Mama und Papa verzichten müssen, stehen für Kinder von null bis zu drei Jahren und deren Familien sechs helle, geräumige und freundlich gestaltete Eltern-Kind-Zimmer zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es noch ein Einzelzimmer und fünf Doppelzimmer sowie eine einladende Terrasse.

Kathrin Winkler

Die Interdisziplinäre Psychosomatik wird von einer eigenen Ambulanz ergänzt.
Terminvereinbarung: 0341 -  97 24034
Montag bis Freitag, 9 – 15 Uhr

An der Klinik und Poliklinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Leipzig kommen seit kurzem kabellose Herzschrittmacher und subkutane Defibrillatoren zum Einsatz. Wichtige Gemeinsamkeit beider Geräte: keine Sonden im Herz mehr.

29.08.2018

Nur wenige Zentren in Deutschland sind in der Lage, pulmonale Hypertonie zu therapieren. In der von Prof. Hubert Wirtz geleiteten Abteilung Pneumologie am UKL stellt die Behandlung dieser Erkrankung seit mehr als 20 Jahren einen Schwerpunkt dar.

29.08.2018

Am Universitätsklinikum Leipzig ist das erste "Register für hereditäre Nierensteinleiden" in Deutschland etabliert worden. Vor allem Urologen und Kinderärzte sind angesprochen, ihre Daten an das Register zu melden.

29.08.2018