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UKL aktuell Kunstgelenke: Schnelle Mobilisation beschleunigt Heilungsprozess
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Kunstgelenke: Schnelle Mobilisation beschleunigt Heilungsprozess

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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
11:50 23.11.2021
Prof. Andreas Roth
Prof. Andreas Roth spricht in der Vortragsreihe „Medizin für Jedermann“ über künstliche Gelenke und möchte dabei den Patienten Vertrauen in die Prothesen geben. Quelle: Stefan Straube
Leipzig

Am Anfang der Endoprothetik stand völlig zu Recht viel Vorsicht: Die Prothesen waren noch relativ einfach, auch fehlten die Erfahrungen bei den Operationen. „Komplikationen sollten vermieden werden. Deshalb gab es eine Reihe von Vorschriften“, erzählt Prof. Dr. Andreas Roth, Bereichsleiter Endoprothetik in der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL).

„Dann wurden die Prothesen immer besser, ebenso die Operationen – aber die alten Verhaltensregeln für die Patienten blieben: fein im Bett bleiben, nicht auf die Seite drehen, nicht bücken, nicht so viel laufen. Die Situation schrie förmlich nach Veränderung. Darüber werde ich am 1. Dezember bei meinem Vortrag in der Veranstaltungsreihe ‚Medizin für Jedermann‘ ausführlich sprechen“, erklärt Prof. Roth.

UKL-Vortragsreihe „Medizin für Jedermann“

Thema: „Kunstgelenke – Genesung auf der Überholspur“

Referent: Prof. Dr. Andreas Roth

1. Dezember 2021 18.15 bis 19.30 Uhr

Mehr Infos im Internet unter: www.uniklinikum-leipzig.de

Heute wird am UKL schon vor der Operation auf eine optimale Vorbereitung Wert gelegt. So lernt der Patient Schwestern und Therapeuten kennen, läuft auch schon mal ein Stück an Stützen, die er nach der OP anfangs braucht. „Wir wollen, dass der Patienten nach der OP nicht in eine völlig neue Welt eintauchen muss, sondern einiges schon kennt“, so Prof. Roth. „Und wir wollen ihm Vertrauen in seine Prothese geben. Deshalb läuft er schon drei Stunden nach der OP das erste Mal. Es hat sich ja herausgestellt, dass eine frühe Mobilisation sehr wichtig ist. Sie hilft, Thrombosen zu vermeiden und beschleunigt den Heilungsprozess.“

Zudem wird Prof. Roth in seinem Vortrag, der wieder auf der Internetseite des Uniklinikums zu verfolgen ist, auf Aspekte moderner Operationsmethoden eingehen, die es beispielsweise ermöglichen, auf eine Drainage zu verzichten. Ebenfalls ist es für den Patienten angenehmer, wenn Schmerzmittel lokal gegeben werden oder ein neuartiger Wundverschluss angewendet wird.

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Von Uwe Niemann