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UKL aktuell Modellprojekt im Klinikneubau des Leipziger Uniklinikums
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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
14:24 27.09.2018
Für Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen, die konservativ behandelt und nicht operiert werden, gibt es eine neue Station in Haus 7. Quelle: Stefan Straube

„Ich bin sehr froh, dass im neuen Haus 7 ein separates Ambiente für die Wirbelsäulenpatienten, die konservativ behandelt werden, entsteht. Das habe ich mir seit Jahren gewünscht, nun klappt es endlich“, freut sich Prof. Dr. Christoph-Eckhard Heyde, Bereichsleiter Wirbelsäulenchirurgie der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie.

Gemeinsame Station führt zu besserer Versorgung der Patienten

„Bisher sind diese Patienten, die für ihre Schmerztherapie und die Physiotherapie doch etwas Ruhe brauchen, mit den Wirbelsäulenpatienten, die operiert werden müssen, gemeinsam untergebracht. Durch die gemeinsame Station mit den Rheumapatienten wird die Behandlung angenehmer für den Patienten und konzentrierter, auch weil es viele Gemeinsamkeiten gibt. Viele Wirbelsäulenpatienten haben Rheuma. Und umgekehrt ist es nötig, bei den Rheumapatienten auf die Wirbelsäule zu schauen“, so Heyde.

Dem stimmt Prof. Dr. Christoph Baerwald, Leiter der Sektion Rheumatologie an der Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, zu: „Die konservativen Maßnahmen bei Rheuma- und Wirbelsäulenerkrankungen sind ähnlich. Zudem bietet eine gemeinsame Station die Möglichkeit, auf dem kurzen Dienstweg den orthopädischen Kollegen zu konsultieren. Ich denke, dass so im direkten Dialog der konkrete Fall besser besprochen und damit die Versorgung der Patienten verbessert werden kann.“

Aus der Kooperation von Orthopädie und Rheumatologie erwächst damit ein innovatives Modellprojekt. Eines der Ziele für die Wirbelsäulenpatienten nennt Prof. Heyde unumwunden: „Wir wollen wenig operieren. Deshalb hat die konservative Therapie einen hohen Stellenwert für die etwa 700 bis 750 konservativen Wirbelsäulenpatienten. Mit der gemeinsamen Station wollen wir diese Behandlungsmöglichkeiten weiterentwickeln – zum Vorteil der Patienten.“

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Multimodale Schmerztherapie - Patienten werden ganzheitlich behandelt

Bei den konservativen Therapieoptionen spielt die Stufendiagnostik eine wichtige Rolle. Denn gerade bei degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule kann nicht immer anhand von klinischer Untersuchung und Bildgebung die genaue Ursache der Beschwerden herausgefunden werden. Hilfreich sind dann eher gezielte Infiltrationen an verschiedene Stellen der Wirbelsäule, so Prof. Heyde. Der Vorteil der Stufendiagnostik ist damit nicht nur die Lokalisation der Schmerzursache, sondern auch gleichzeitig eine symptomorientierte Behandlung, da die Beschwerden durch die Spritzentherapie gelindert werden.

Mit einer multimodalen Schmerztherapie kann vielen Patienten mit chronischen Schmerzen geholfen werden. Für diese ganzheitlich orientierte, umfassende Behandlung sind mehrere medizinische Berufsgruppen nötig: Ärzte, Psychologen, Schmerztherapeuten und Bewegungstherapeuten. Oft begleiten auch Ergotherapeuten die Behandlung. Und am Universitätsklinikum ist auch die traditionelle chinesische Medizin mit einbezogen.

Uwe Niemann

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