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UKL aktuell Neue Medikamenten-Studie an der Uni-Hautklinik
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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
20:42 11.10.2019
Eine spezielle Unterform der chronischen Urtikaria stellt die Belastungsinduzierte Urtikaria dar. Zur Diagnosesicherung dieser speziellen Form werden Belastungstests auf dem Fahrradergometer durchgeführt.
Eine spezielle Unterform der chronischen Urtikaria stellt die Belastungsinduzierte Urtikaria dar. Zur Diagnosesicherung dieser speziellen Form werden Belastungstests auf dem Fahrradergometer durchgeführt. Quelle: Marcus Karsten
Leipzig

Plötzlich bilden sich auf dem Unterarm juckende Quaddeln. Nach ein, zwei Stunden sind sie wieder weg, erscheinen aber einige Zeit später an anderer Stelle erneut. „Die Nesselsucht, genauer die chronische spontane Urtikaria, belastet die Erkrankten stark", sagt Prof. Dr. Regina Treudler, leitende Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig. „Sie leiden an Schlaf- und Konzentrationsstörungen, was die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt."

Schwierige Ursachensuche

Die Universitäts-Hautklinik ist als Teil des Leipziger Interdisziplinären Centrums für Allergologie als Exzellenzzentrum zur Behandlung von Nesselsucht-Patienten zertifiziert. „Die Ursachensuche ist bei dieser Erkrankung oft schwierig", berichtet Prof. Treudler. „Gerade bei der chronischen spontanen Urtikaria, die wie aus heiterem Himmel entsteht, gibt es eben nicht eine konkrete Ursache. Denn es handelt sich in den allermeisten Fällen nicht um eine Allergie, sondern um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigene Zellen angreift."

Studie: Patienten für vielversprechendes Medikament gesucht

Damit lässt sich die Ursache der ständig wiederkehrenden juckenden Quaddeln zwar nicht beseitigen, aber die frustrierende Krankheit lässt sich in der Regel gut behandeln. „Wir können den Betroffenen helfen mit Medikamenten, die das fehlgeleitete Ausschütten von Histamin verhindern", so Prof. Treudler. „Um die Behandlung weiter zu verbessern, werden neue Medikamente entwickelt, die in Studien getestet werden. In Kürze steht an unserer Klinik ein solches vielversprechendes Medikament im Mittelpunkt einer neuen Studie. Wer unter der chronischen spontanen Urtikaria leidet, kann sich gern an der Studie beteiligen und somit zu den Ersten gehören, die von diesem neuen Medikament profitieren."

Info:

Teilnahme an der Urtikaria-Studie über Klinische Forschungseinheit (KFE) Philipp-Rosenthal-Straße 23 04103 Leipzig

Telefon: 0341 - 97 18750 Fax: 0341 - 97 18759 E-Mail: hau-kfe@medizin.uni-leipzig.de

Von Uwe Niemann