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Pädiatrische Nephrologie des UKL ist Anlaufstelle für Kinder mit Nierenerkrankungen in Mitteldeutschland

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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
17:53 01.10.2020
Privatdozent Dr. Heiko Billing wechselte vom Uniklinikum Tübingen ans UKL. Hier möchte er den Spezialbereich Kindernephrologie weiter ausbauen. Quelle: Foto: Hagen Deichsel
Leipzig

Schon kleine Kinder und selbst Neugeborene können an Erkrankungen der Nieren leiden. An der von Prof. Wieland Kiess geführten Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) beschäftigen sichdie Experten des Fachbereichs pädiatrische Nephrologie mit diesen Krankheiten und ihrer Behandlung. Seit diesem Sommer steht der Bereich unter der Leitung von Privatdozent Dr. Heiko Billing.

Der Nierenspezialist fürs Kindesalter stammtaus Baden-Württemberg und wechselte vom Uniklinikum Tübingen nach Leipzig. Sein Fachbereich hier umfasst die Nierenerkrankungen über das gesamte Kindes- und Jugendalter, schon Neugeborene können daran leiden. Sein Aufgabenbereich wurde erweitert um das Thema Organtransplantation. Er übernimmt die Nachfolge für die zur Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gewechselten Dr. Katalin Dittrich, die dort nun die Funktion der Geschäftsführenden Ärztin für die Region Ost innehat.

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Kindernephrologie erfordert hohe Expertise

Einzelne schwere Nierenerkrankungen zählen zu den Seltenen Krankheiten. Doch in ihrer Gesamtheit ergeben sie eine große Zahl an Betroffenen. Der Spezialbereich Kindernephrologie erfordert eine hohe ­Expertise. Zudem weist die Region Mitteldeutschland einen hohen Bedarf an derartig ausgebildeten Experten auf, das Einzugsgebiet ist groß. Schon daher ist Klinikdirektor Kiess sehr froh, dass Dr. Billing das Angebot des UKL angenommen hat: „Unser neuer ärztlicher Kollege hat sicher nun viel Arbeit vor sich, dabei wollen wir ihn gern unterstützen.“ Ausgebildet am Universitätsklinikum Heidelberg und zuletzt tätig in Tübingen, stand nun der Wechsel nach Sachsen an.

Gerade wegen des großen Bedarfs die Kindernephrologie am Leipziger Universitätsklinikum weiter auszubauen, habe es ihn gereizt, die Stelle hier anzunehmen, sagt PD Dr. Billing. Doch neben der Behandlung bestehender Fälle brauche es auch viel Begleitforschung auf diesem Gebiet: „Wir möchten uns deshalb an multizentrischen Studien der Gesellschaft für pädiatrische Nephrologie, der zuständigen Fachgesellschaft, beteiligen“, so Oberarzt Dr. Billing. „Die Zahl der Niereninsuffizienzen steigt. Klare Beweise, woran es liegt, hat man noch nicht.“

Ambulante wie stationäre Behandlungen möglich

40 bis 50 Patienten werden in Billings Fachgebiet pro Woche behandelt, leichtere, aber eben auch schwerere Fälle. Die meisten Patienten können ambulant behandelt werden. Aber auch stationäre Aufnahmen sind möglich, zum Beispiel im Falle von Nierenbeckeninfektionen bei kleinen Kindern.

Kontakt Sprechstunde:

MB-KIK-NephroAmbulanz@medizin.uni-leipzig.de

Telefon: 0341 – 97 26242 (Leitstelle)

Von Markus Bien