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UKL-Mediziner gehen bei virtuellem Charity-Lauf an den Start

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08:07 13.09.2021
Prof. Lars-Christian Horn und die Familie seines Kollegen gingen virtuell gemeinsam in Kanada an den Start.
Prof. Lars-Christian Horn und die Familie seines Kollegen gingen virtuell gemeinsam in Kanada an den Start. Quelle: Stefan Straube
Leipzig

Der „Ooch-Trail“ fand nämlich ausschließlich virtuell statt, da im Gegensatz zu Deutschland in Kanada Präsenzlaufveranstaltungen noch untersagt waren. Die Läuferinnen und Läufer konnten sich entscheiden, ob sie zehn Kilometer an einem Tag laufen oder die „10x10-Challenge“ in Angriff nehmen.

Lars-Christian Horn stellte sich dieser Herausforderung: In einem festgelegten Zeitraum von drei Wochen mussten zehn Mal zehn Kilometer gelaufen werden. „Logistisch keine leichte Aufgabe, denn nicht immer passt es zeitlich – oder es regnet“, erinnert sich Prof. Horn. Geklappt hat es dennoch, und nach den absolvierten 100 Kilometern konnte er seine Laufzeiten an den Veranstalter melden.

Die Startgebühr aller Teilnehmer kommt dem „Camp Ooch“ in der kanadischen Provinz Ontario zugute. Die Charity-Organisation bietet verschiedene Programme für krebskranke Kinder an, um ihnen trotz ihrer Erkrankung unbeschwerte Stunden im Krankenhaus und sogar Ferien zu ermöglichen.

Auf die Idee, an der Lauf-Veranstaltung teilzunehmen, brachte Prof. Horn schon im vergangenen Jahr sein ärztlicher Kollege. Ursprünglich haben beide am Institut für Pathologie des UKL gearbeitet. Prof. Schwock ist jedoch vor einiger Zeit nach Kanada ausgewandert und arbeitet jetzt an der „University of Toronto“. Wegen einer Tumorerkrankung im Familienkreis war es naheliegend, für die gute Sache zu starten. Bei einem Kind in Jörg Schwocks Familie wurde vor einigen Jahren Leukämie festgestellt. „Camp Ooch hat uns in dieser Zeit enorm zur Seite gestanden“, sagt er.

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Schwock lief mit seiner Familie zu viert über die 10-Kilometer-Strecke in Toronto und Lars-Christian Horn verschiedene Strecken in Sachsen. „Als ‚internationales Team‘ stand für uns der Spaß ganz klar im Vordergrund“, so die Professoren. Das zeigte sich auch bei der Auswahl des Team-namens: Als „Polliwogs“ sind alle ins Rennen gegangen. „Polliwog ist ein alter englischer Ausdruck für Kaulquappe“, schmunzeln die Pathologen.

Wer wie Lars-Christian Horn Laufveranstaltungen mit Wettkampfcharakter vermisst, aber im Leipziger Umland Herausforderungen sucht, für den hat er noch einen Tipp: die (ebenfalls virtuelle) „Run-The-Lake“ im Leipziger Neuseenland. Noch bis 31. Oktober können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sieben festgelegte Seen umrunden, dabei ihre Zeit messen und anschließend an den Veranstalter melden.

Weitere Anregungen finden sich unter virtualrunners.de. „Derzeit sind mit entsprechendem Hygienekonzept aber auch wieder reelle Läufe in Deutschland möglich – hoffen wir, dass es so bleibt“, so Prof. Horn.

Von Ines Christ