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UKL aktuell Nephrologie ist „Zentrum für Hypertonie“
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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
17:38 16.05.2019
Das Team der UKL-Nephrologie um Prof. Tom Lindner (Mitte) mit dem Zertifikat für das Hypertonie-Zentrum. Quelle: Stefan Straube / Uniklinik Leipzig
Leipzig

Der Fachbereich Nephrologie des Universitätsklinikums Leipzig ist von der Deutschen Hochdruckliga (DHL) erfolgreich als „Zentrum für Hypertonie“ zertifiziert worden. Das Zertifikat garantiert, dass der hohe Qualitätsstandard, den die DHL definiert hat, eingehalten wird. Für Bluthochdruck-Patienten ist dies auch eine Hilfe zur Orientierung. Sie können sicher sein, dass am UKL wirksame und wissenschaftlich nachgewiesene Methoden zum Einsatz kommen.

Nierengesundheit und Bluthochdruck bedingen sich oftmals gegenseitig. Neben etlichen anderen Funktionen regelt die Niere unter anderem auch die Höhe des langfristigen Blutdrucks. Fünf bis zehn Prozent aller Hypertoniker leiden an einer Erkrankung dieses Organs.

Für Prof. Tom Lindner, Leiter des Bereichs Nephrologie an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III – Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie, bedeutet eine solche Zertifizierung in erster Linie, sich von außen den Spiegel vorhalten zu lassen, über den Aufbau neuer und verbesserter Strukturen nachzudenken und Standardanleitungen (SOP) zu erarbeiten. „Diese SOP enthalten dann jenes Spezialwissen, welches nicht in Büchern enthalten ist“, sagt Prof. Lindner, dieses wiederum komme so dem medizinischen Nachwuchs zugute, der darauf zurückgreifen und es anwenden könne.

Nun gelte es, so der UKL-Nierenexperte, den Begriff des Zentrums mit Leben zu füllen. Das heißt für ihn vor allem: Kooperationspartner und Zuweiser benennen und weitere Fachrichtungen integrieren. Am UKL seien dies die Kardiologie, die Endokrinologie und auch die Geburtshilfe, Stichwort: Schwangerschaftshypertonie.

„Für eine professionelle Abklärung von Hypertonie braucht es die interdisziplinäre Zusammenarbeit“, betont Prof. Lindner. Schließlich sei der Bluthochdruck oftmals ein Begleitphänomen anderer Krankheiten, reiche allerdings auch allein als Todesursache.

„Zum Beispiel Rauchen und Bluthochdruck oder Diabetes plus Bluthochdruck – das kann in gravierenden Fällen selbst junge Menschen das Leben kosten“, umreißt er beispielhaft mögliche Auswirkungen. „Oder leidet eine Schwangere an wirklicher Hypertonie, ist diese nicht nach der Geburt verschwunden, hier braucht es eine kontinuierliche Weiterbetreuung, die oft nicht existiert“, beschreibt Lindner an einem weiteren Beispiel die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Der Zentrumsgedanke, verschiedene Fachrichtungen zu integrieren, müsste nun intensiviert werden. Die Zertifizierung sei schließlich nach außen auch ein positives Aushängeschild, an dem sich Patienten, aber auch ärztliche Partner außerhalb des UKL orientieren würden, freut sich Prof. Lindner.

Von Markus Bien

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