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UKL bietet ersten „Hebammengeführten Kreißsaal“ Leipzigs an

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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
08:58 15.01.2021
Am UKL können Schwangere ab sofort in einem hebammengeführten Kreißsaal entbinden.
Am UKL können Schwangere ab sofort in einem hebammengeführten Kreißsaal entbinden. Quelle: Stefan Straube
Leipzig

Seit Ende vergangenen Jahres können werdende Mütter im Universitätsklinikum Leipzig (UKL) auf Wunsch in einem hebammengeführten Kreißsaal entbinden. Dabei wird die Geburt nur von Hebammen betreut – solange keine Komplikationen auftreten. Ist das der Fall, können umgehend Ärzte der Geburtsmedizin hinzugezogen werden. Damit verbindet das neue Angebot faktisch als Hybrid die Geborgenheit eines Geburtshauses mit der Sicherheit eines modernen Klinikums.

Die Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig bietet damit als erste Klinik in Leipzig und erstes Perinatalzentrum in Sachsen einen von Hebammen geführten Kreißsaal an. Hier sollen Frauen, die dies wünschen, eine möglichst selbstbestimmte, interventionsarme und natürliche Geburt erleben können – betreut nur von Hebammen. „Verläuft die Geburt ohne Komplikationen, gebären die Frauen selbstbestimmt in Begleitung einer Hebamme“, erklärt Susann Magister, Pflegerische Bereichsleitung der Geburtsmedizin, das Prinzip hinter dem neuen Konzept.

Gleichzeitig stehen die Ärzte aber bereit, falls es zu Komplikationen kommt, um ohne Zeitverlust handeln und Mutter und Kind helfen zu können. „Wir geben den Frauen ein Geburtshausgefühl eingebettet im Kreißsaal eines Universitätsklinikums“, beschreibt Magister.

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Die selbstverantwortliche Begleitung der Schwangeren übernimmt dabei ein Team aus erfahrenen Hebammen. „Wir sind begeistert, dass wir als eines von wenigen Universitätsklinika unseren Schwangeren ein solches Angebot machen können“, sagt Prof. Holger Stepan, Leiter der Geburtsmedizin am UKL. „Das ist eine attraktive und zukunftsweisende Weiterentwicklung und Ergänzung unseres Kreißsaals, von der wir absolut überzeugt sind.“

Erfahrungen an anderen Klinken zeigen zudem, dass es bei solchen Geburten kaum Komplikationen gibt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Frauen gesund sind und einen normalen Schwangerschaftsverlauf haben, der einen normalen Geburtsverlauf erwarten lässt. Das wird vorab in drei Beratungs- und Planungsterminen abgeklärt.

Für Risikoschwangere ist der Hebammenkreißsaal gleichwohl ungeeignet, bei ihnen eine enge ärztliche Begleitung der Geburt erforderlich ist. „Frauen, die bereits einen Kaiserschnitt hatten, eine Frühgeburt erwarten oder mit einer Steißlage oder Mehrlingen zu uns kommen, empfehlen wir so wie bislang im ärztlich geleiteten Kreißsaal zu entbinden, um Mutter und Kindern die höchstmögliche Sicherheit eines modernen Perinatalzentrums der höchsten Stufe bieten zu können“, so Stepan.

Alle anderen sind herzlich willkommen, sich vorab in einem Gespräch über das neue Betreuungsangebot zu informieren. Termine dazu können in der Intensivschwangerenberatung des UKL unter Telefon 0341 / 97 23 494 vereinbart werden.

Von Helena Reinhardt