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UKL aktuell Universitätsklinikum Leipzig ist erneut geburtenstärkste Klinik Mitteldeutschlands
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Universitätsklinikum Leipzig ist geburtenstärkste Klinik 2021 Mitteldeutschlands

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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
14:53 13.01.2022
Am Universitätsklinikum Leipzig wurden auch 2021 so viele Kinder geboren wie nirgendwo sonst in Mitteldeutschland.
Am Universitätsklinikum Leipzig wurden auch 2021 so viele Kinder geboren wie nirgendwo sonst in Mitteldeutschland. Quelle: Stefan Straube
Leipzig

Bei 2560 Geburten halfen die Geburtsmediziner des UKL 2658 Kindern auf die Welt. Darunter waren 96 Zwillings- und zwei Drillingsgeburten. 114 Kinder wurden im neu etablierten Hebammenkreißsaal betreut.

Das UKL wird damit 2021 – wie auch schon 2020 – geburtenstärkste Klinik in der gesamten Region. „Darüber wir freuen uns sehr“, erklärt Prof. Holger Stepan, Leiter der Abteilung für Geburtsmedizin. „Es sind schwierige Zeiten für alle Geburtskliniken derzeit, aber die Corona-Pandemie belastet Universitätsklinika noch ein bisschen mehr als andere Häuser. Daher sind wir schon stolz darauf, diesen ‚Titel‘ ein weiteres Jahr verteidigt zu haben.“

Den Erfolg führt Prof. Stepan neben anderen Gründen auch auf die Tatsache zurück, dass am UKL bei Hebammen, Schwestern und Ärzten Personalentwicklung und vor allem langfristige Ausbildung und Bindung hohen Stellenwert besitzen: „Wir haben ein erfahrenes und sehr stabiles Team – das hilft in hohem Maß. Kontinuität in vielen Aspekten ist sicher eine wesentliche Stärke der Geburtsmedizin am UKL.“ Auch die Kaiserschnittrate liegt weiterhin, trotz des am Klinikum hohen Anteils an Hochrisikoschwangerschaften, bei „erfreulich niedrigen 27 Prozent“, so der Geburtsmediziner.

Erstes Baby 2022 heißt Alfred

Das erste Baby 2022 am UKL erblickte am 1. Januar um 3.26 Uhr das Licht der Welt und heißt Alfred. Das letzte Kind 2021 wurde um 15.43 Uhr geboren. Es war die 2560. Geburt des Jahres und das 2658. Kind.

Damit wurden am UKL im zweiten Pandemiejahr wieder genauso viele Geburten betreut wie 2020. „Corona hatte für uns keinen erkennbaren Effekt – weder gab es einen Babyboom noch weniger Entbindungen“, konstatiert Prof. Stepan. „Und wir sind sehr zufrieden, dass wir trotz der durchaus auch schwierigen äußeren Umstände den Kreißsaalbetrieb durch die gesamte bisherige Pandemie ohne Einschränkungen aufrechterhalten konnten.“

Sogar ein Novum wurde in diesen Monaten eingeführt: Der erste hebammengeführte Kreißsaal wurde Ende 2020 etabliert und sehr gut angenommen. Insgesamt 114 Frauen nutzten diese Möglichkeit einer Geburt unter Anleitung der Hebammen und, wenn es keine Komplikationen gab, ganz ohne ärztliche Intervention. Sollten diese doch eintreten, stand und steht sofort das gesamte Team eines Perinatalzentrums der höchsten Stufe zur Verfügung – eine Sicherheit, die viele werdende Eltern zu schätzen wissen.

Viele kleine Frühchen

Dieses spezielle Können und Wissen war auch 2021 wieder ganz besonders für die Neugeborenen gefragt: Am UKL wurden viele sehr kleine Frühchen geboren und in der Neonatologie betreut. 48 wogen weniger als 1000 Gramm und 88 weniger als 1500 Gramm. Für beide Fälle lagen diese Zahlen deutlich über denen des vergangenen Jahres. Das kleinste betreute Frühgeborene wog nur 305 Gramm.

Die Betreuung solch kleiner Säuglinge ist extrem zeit- und personalaufwändig, dauert viele Monate und fordert so die Neonatologie-Experten in besonderem Maße. Erfreulich oft sind die Anstrengungen von Erfolg gekrönt, und die Kinder entwickeln sich dank der aufopferungsvollen Arbeit des neonatologischen Teams gut. Dafür brauchen sie am Anfang für mehrere Monate medizinische Unterstützung.

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„Vor diesem Hintergrund konnten im zweiten Halbjahr nicht alle Frühgeborenen übernommen werden. Deren Mütter wurden daher zur Entbindung teilweise an andere Perinatalzentren verwiesen, da unsere Neonatologie mehr als ausgelastet war und ist“, beschreibt der Leiter der Neonatologie, Prof. Ulrich Thome die damit verbundenen Herausforderungen. „Es ist für uns eine selbstverständliche Aufgabe, immer die bestmögliche Versorgung für Mutter und Kind sicherzustellen – auch wenn diese dann vielleicht nicht immer ganz wohnortnah erfolgen kann.“

Von HR/MB