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UKL aktuell Neue Therapiehoffnungen für Nesselsucht-Betroffene
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Urtikaria Neue Therapiehoffnungen für Nesselsucht-Betroffene

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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
07:48 15.10.2021
An der UKL-Hautklinik laufen derzeit zwei Studien zur Urtikaria.
An der UKL-Hautklinik laufen derzeit zwei Studien zur Urtikaria. Quelle: Marcus Karsten
Leipzig

„Etwa 800.000 Menschen leiden in Deutschland an dieser Krankheit“, so Prof. Regina Treudler, Leitende Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL).

„Diese flüssigkeitsgefüllten Schwellungen jucken und brennen, ganz ähnlich wie es jeder schon erlebt hat, wenn er mit Brennnesseln in Berührung kam. Nur, dass die Betroffenen der chronisch- spontanen Urtikaria dies immer wieder erleben, ohne in die Nähe von Brennnesseln gekommen zu sein.“

Jedes Jahr am 1. Oktober wird mit dem Welt-Urtikaria-Tag auf diese Krankheit aufmerksam gemacht – 2021 mit Fokus auf das Krankheitsbild der chronisch-spontanen Urtikaria.

„Der Leidensdruck ist hoch“

„Die Auswirkungen der Urtikaria auf die Psyche der Betroffenen wird leider unterschätzt. Denn der Leidensdruck ist hoch, auch sinkt die Leistungsfähigkeit, Depressionen und andere Angsterkrankungen sind mit Urtikaria verbunden“, erläutert die Leipziger Hautärztin. An der UKL-Hautklinik, die auch gerade wieder als europäisches Urtikaria-Exzellenzzentrum (UCARE) rezertifiziert wurde, werden unter anderem die Zusammenhänge zwischen Urtikaria und Begleiterkrankungen untersucht. Im Fokus stehen dabei psychische Beeinträchtigungen und Fettstoffwechselstörungen.

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Die Krankheit und ihre Auswirkungen waren auch Themen auf dem diesjährigen in Dresden stattfindenden Deutschen Allergiekongress. Prof. Treudler sprach dort über neue Therapieverfahren, die Hoffnung versprechen. An der UKL-Hautklinik laufen zurzeit Studien zur chronisch-spontanen Urtikaria und zur primären Kälteurtikaria. Für beide Studien werden Patientinnen und Patienten gesucht, deren Erkrankungen nicht ausreichend auf die Gabe von Antihistaminika ansprechen.

Bei Interesse an der Studienteilnahme: E-Mail an hau-kfe@uniklinik-leipzig.de oder Telefon 0341 / 97 18 750 (mit Anrufbeantworter)

Von Uwe Niemann