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UKL aktuell Viszeralchirurgen des Uniklinikums Leipzig auf der Focus-Bestenliste
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Viszeralchirurgen des Uniklinikums Leipzig auf der Focus-Bestenliste 

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Universitätsklinikum Leipzig - ein Sonderthema im Auftrag des UKL
08:17 30.06.2021
Prof. Dr. Daniel Seehofer, Geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie Leiter der Leber- und Transplantationschirurgie im OP.
Prof. Dr. Daniel Seehofer, Geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie Leiter der Leber- und Transplantationschirurgie im OP. Quelle: Stefan Straube
Leipzig

Trotz der Corona-Pandemie konnten an der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) in den letzten Monaten alle an Krebs erkrankten Patienten operativ versorgt werden. „Wir mussten zwar zum Beispiel unter anderem die Chirurgie bei gutartigen Magen-Darm-Erkrankungen, die Adipositas-Operationen und die Eingriffe bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen sehr stark einschränken“, so Prof. Daniel Seehofer, Geschäftsführender Klinikdirektor. „Alle dringlichen Eingriffe – und dazu zählen natürlich alle Tumor-OPs – wurden von den Spezialisten unserer verschiedenen medizinischen Bereiche weiter vorgenommen.“

Die Arbeitsschwerpunkte sind entsprechend der chirurgischen Expertise gegliedert. So widmet sich beispielsweise Professorin Dr. Ines Gockel der Viszeralchirurgie, Professorin Dr. Nada Rayes der Endokrinen Chirurgie, Prof. Dr. Arne Dietrich der Adipositas- und metabolischen Chirurgie und Prof. Seehofer der Leber- und Transplantationschirurgie.

Die vier Leipziger Chirurginnen und Chirurgen sind in der jährlichen Focus-Liste der Top-Mediziner in Deutschland aufgeführt: Prof. Gockel sowohl für die Tumoren des Verdauungstrakts und die Antirefluxchirurgie, Prof. Rayes für Schilddrüsen-Operationen, Prof. Dietrich für die Adipositas-Chirurgie, die per Magenverkleinerung oder Magen-Bypass stark Übergewichtigen beim Abnehmen hilft, und Prof. Seehofer für die Leberchirurgie.

„Ein herausragendes Ergebnis“

„Dass unsere Klinik mit vier Ärzten in der Focus-Bestenliste der viszeralchirurgischen Bereiche vertreten ist, macht uns natürlich stolz“, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL.

„Das ist ein herausragendes Ergebnis unter den deutschen Universitätskliniken. Erreicht werden konnte dies durch eine moderne Organisation unserer Klinik. Vor rund sieben Jahren haben wir ein modernes Kollegialsystem eingeführt. Das heißt: jeder chirurgische Bereich wird medizinisch von einem Bereichsleiter geführt. Die organisatorische Verantwortung hat nicht mehr ein fest nominierter Klinikdirektor, sondern ein wechselnder Geschäftsführender Direktor.“

Modernste Techniken und Verfahren

Dieses System bedeutet mehr medizinische Eigenverantwortung für die jeweiligen Bereiche. So kann sich jeder Bereichsleiter auf sein Gebiet konzentrieren und sich ganz gezielt mit den modernsten Techniken und Verfahren beschäftigen.

„Das macht die Arbeit bei uns attraktiv“, betont Prof. Josten. „Die Spezialisierung ermöglicht uns, hohe Fallzahlen zu behandeln, um viel Erfahrung zu gewinnen und auch an unsere jüngeren Mitarbeiter weiterzugeben. Dadurch erhalten die Mitarbeiter eine breite Ausbildung. Dies wiederum kommt den Patienten direkt zugute und verbessert die Ergebnisse bei tumorspezifischen und anderen komplexen Eingriffen.“

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Wie Prof. Seehofer betont, ist in seinem Fachgebiet die Zeit der Generalisten, also derer, die – wie in freundschaftlichen Fernsehserien – alles und jeden operieren können, vorbei. „Auch Chirurgen müssen sich immer weiter ins Detail vorarbeiten, um den Patienten besser helfen zu können“, erklärt Prof. Seehofer.

„Hochleistungschirurgie ist neben breiter fachlicher Expertise aus meiner Sicht heute nicht ohne Spezialisierung möglich. Durch Ärzte, die sich in die wichtigen Details vertiefen wollen und können. Diesen Spezialisten gehört die Zukunft der Hochleistungsmedizin. Trotzdem ist vor einer entsprechenden Spezialisierung eine gute generalistische Aus- und Weiterbildung natürlich auch unabdingbar, da sie immer noch die Basis der Chirurgie darstellt.“

Von Uwe Niemann