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WGT News Vernissage: Leipzig in Schwarz - 25 Jahre Wave-Gotik-Treffen
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WGT
13:51 12.05.2016
Leipzig in Schwarz.
Leipzig in Schwarz - Blick in die Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum. Quelle: Regina Katzer
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Das Stadtgeschichtliche Museum widmet dem WGT aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens eine Ausstellung, die am Dienstag, 8. März 2016, eröffnet wurde. "Leipzig in Schwarz" erzählt nicht nur die Geschichte des Treffens mit seinen wichtigsten Zäsuren. Sie erzählt vor allem Geschichten rund um das WGT. Besucher und Organisatoren berichten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, von Enttäuschungen und Glücksmomenten.

Sie erzählen auch davon, was „Goth“-Sein für sie bedeutet, wie sie sich mit den Fragen unserer Gegenwart, mit Leben, Tod, Krieg und Religion auseinandersetzen. Und natürlich geht es auch um die beiden Hauptthemen des Treffens: Musik und Mode. Gezeigt werden extravagante Kleider, Accessoires und originale Bühnenoutfits – die bunte Vielfalt der „Schwarzen“. Konzertmitschnitte spiegeln die künstlerische Bandbreite des Treffens wider.

Zur Einführung der Ausstellung lud der Veranstalter ins benachbarte Museum der bildenden Künste. Volker Rodekamp, Leiter des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, dankte zu Beginn den mehr als 40 Leihgebern, die diese Ausstellung unterstützt haben. "Die Popularkultur hat bisher in der Sammlung keine Rolle gespielt. Es war für uns ein Experiment, am Anfang gab es nur den Willen und eine gute Idee, sonst keinerlei Voraussetzung", betonte Rodekamp. Mit Hilfe von Fotografen, Teilnehmern, Menschen, denen das WGT ans Herz gewachsen ist, die sich in der Szene auskennen, konnte ein Dokument bürgerschaflichen Engagements geschaffen werden.

Anlässlich des 25. Wave-Gotik-Treffens in diesem Jahr zeigt das Stadtgeschichtliche Museum die Sonderausstellung „Leipzig in Schwarz“. Zur Vernissage am 8. März 2016 strömten unzählige Besucher in die Schau. Unsere Fotografin Regina Katzer hat sich zwischen Musik, Mode und Fotos umgesehen.

Die Ausstellung lädt dazu ein, der Faszination Wave-Gotik-Treffen nachzuspüren und die Szene so kennenzulernen, wie sie sich präsentiert: offen, lebensfroh und friedlich, aber auch provokant und
manchmal sogar verstörend. In jedem Fall kreativ.
 
Teil der Ausstellung sind auch die Fotografen Gerd Lehmann und Corwin von Kuhwede aus Leipzig. Beide lieferten dem Museum eine Vorauswahl von 60 bis 70 Arbeiten, jeweils zehn sind in der Schau zu sehen. Lehmann (70, jetzt in Rente) erinnert sich noch gut an den Sommer 1994, als er im Haus Auensee frühstücken wollte und plötzlich von Schwarzgewandeten auf den Wiesen magisch angezogen wurde. Blitzschnell fuhr er nach Hause, holte seine (analoge) Kamera und fing an, die Leute heimlich zu fotografieren. Seine WGT-Kalender sind legendär, genau wie die sinnlichen Momente in Schwarz-Weiß, die in der Ausstellung zu erleben sind. Autodidakt Kuhwede strahlt vor Glück, dass er die Möglichkeit bekommen hat, hier auszustellen. "Meine Fotos sind zwischen 2009 und 2011 entstanden und es erfüllt mich mit Stolz, hier dabei sein zu dürfen", so der 38-jährige Künstler.

„Leipzig in Schwarz“ wird vom 9. März bis 24. Juli 2016 gezeigt.