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Zoo-Nachrichten Leipziger Zoo eröffnet neuen Bienengarten
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Zoo Leipzig - Infos und Events: Ein Special von LVZ.de in Kooperation mit dem Zoo Leipzig
16:23 26.07.2019
Tierpfleger Thomas Günther mit einer Bienenwiege. Durch diese können Besucher die Insekten beim Wabenbau beobachten. Quelle: Regina Katzer
Leipzig

Der Zoo hat in den letzten anderthalb Jahren ein neues Naturparadies geschaffen, das am Wochenende die Besucher zum Staunen und Entdecken einlädt. Der neue Bienengarten gegenüber der Seebärenanlage ist ein einzigartiger Mikrokosmos.

 400 Quadratmeter große Fläche

Auf der ehemals brachliegenden 400 Quadratmeter großen Fläche mit einem kleinen Teich schwärmen fünf Bienenvölker durch die Lüfte: „Wir haben momentan zwei Bienenarten. Die Kärntner Biene ist eine Zuchtform, sanftmütig und produktiv. Und die Dunkle Biene, die als einheimische Urform gilt und sehr robust ist“, erzählt Tierpfleger Thomas Günther kurz vor der offiziellen Eröffnung.

Der 47-Jährige arbeitet seit zwei Jahren im Zoo und betreut als Bereichsleiter die Erlebniswelt Asien. Dazu gehören neben Tiger, Leoparden & Co. auch die fleißigen Honigsammlerinnen. Das neue Kleinod erwacht schon am frühen Morgen gegen sechs Uhr, wenn der erste Sonnenstrahl die Bewohner auf Betriebstemperatur bringt. Bei Bienen beträgt diese 15 Grad, die Wespen und Hummeln werden bei schon bei 12 Grad aktiv. Für die brummenden Bestäuber gibt es eine urige Ecke im Halbschatten, während sich die Dunkle Biene eher im rückwärtigen Bereich aufhält.

Sorgen wegen Waschbär und Grünspecht

Damit der Besucher den Insekten, die auch aus der näheren Umgebung angesummt kommen, beim Wabenbauen zusehen kann, wurden alternative Behausungen aufgestellt – wie beispielsweise die hölzerne Bienenwiege für den Wildbau. Vier historische Bienenkörbe ziehen schon am Eingang die Aufmerksamkeit auf sich – einer ist 130 Jahre alt und kommt aus Oberbayern, so Günther. Die atmungsaktive runde Hütte aus Stroh diente den Tieren im Winter als Behausung.

Der liebevoll gestaltete Garten bietet ein kleines Naturschauspiel : Die Kräuterspirale mit dem schmackhaften Bienenfutter aus Schnittlauch, Kapuzinerkresse und Thymian ist bei Bienen und Hummeln heiß begehrt, aber auch der Igel findet unter den Steinen einen Unterschlupf. Im Teich tummeln sich Frösche, Ringelnattern ziehen ihre Kreise durchs Gelände und auch eine seltene Art der Pelzbiene (Anthophora bimaculata) wurde gesichtet. „Diese Rarität wurde das letzte Mal im Jahr 1944 im Leipziger Stadtgebiet beobachtet“, berichtet der Herr der Bienen. Übrigens festgestellt mit hundertprozentiger Sicherheit vom Zoologischen Institut Leipzig. Einzig Waschbär und Grünspecht machen Thomas Günther ein bisschen zu schaffen: „Aber auch die Räuber gehören dazu. Solange es ausgewogen bleibt, ist alles in Ordnung.“

Bienen-Sprechstunde der Zoolotsen

Bei den Bienen-Entdeckertagen, die Sonnabend und Sonntag stattfinden, wird das neue Naturparadies für die Insekten eingeweiht. Um 11.30, 14 und 16.30 Uhr laden die Zoolotsen zur Bienen-Sprechstunde ein, und informieren über den neuen Garten und seine geflügelten Bewohner. Die Stadtimker berichten über den Weg zum Jungimker, der Freundes- und Förderverein des Zoos bastelt Saatkugeln für Bienenwiesen. Und im Entdeckerhaus lockt die Wanderausstellung „Hummeln – Bienen im Pelz“ des Bund Naturschutz Bayern die Tierfreunde zum Honigschleudern in die Arche. Wer es richtig süß mag, der greift zum Bienenstich und unterstützt mit dem Verkaufserlös des Kuchens die fleißigen Zoobienen in ihrem neuen Domizil. Guten Appetit!

Von Regina Katzer

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