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Zoo-Nachrichten Leipzigs Zoodirektor: „Der Löwe geht eben nicht ins Homeoffice“
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Leipzigs Zoo-Direktor Junhold warnt vor Corona-Einbußen und fordert Unterstützung

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18:02 14.04.2021
Löwen können nicht ins Homeoffice wechseln: Leipzigs Zoodirektor (rechts) mahnte an, dass es wegen der Corona-Pandemie Hilfen für Tierparks geben müsse. (Archivbilder)
Löwen können nicht ins Homeoffice wechseln: Leipzigs Zoodirektor (rechts) mahnte an, dass es wegen der Corona-Pandemie Hilfen für Tierparks geben müsse. (Archivbilder) Quelle: Jan Woitas/dpa/Nora Börding
Leipzig/Berlin

Leipzigs Zoodirektor und Präsident des Verbands der Zoologischen Gärten hat von Bund und Ländern Unterstützung für die pandemiebedingten Einnahmenverluste angemahnt. In einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Brief an das Bundeskanzleramt heißt es, anders als in anderen Bereichen könnten Zoos nicht einfach dicht gemacht werden: „Wir lassen unsere Tiere nicht im Stich und pflegen und versorgen sie natürlich weiter im vollen Umfang. Der Löwe geht eben nicht ins Homeoffice, also bleiben unsere Kosten unverändert hoch“, schreibt Jörg Junhold. In dem Verband sind nach eigenen Angaben rund 250 Zoologische Gärten und Tierparks mit mehr als 200.000 „zumeist nichtheimischen Wildtieren“ organisiert.

„Wir tragen angesichts der momentanen Pandemieentwicklung die angedachten Maßnahmen zum verschärften Infektionsschutzgesetz ausdrücklich mit“, erklärte Junhold weiter. Allerdings könnten weitere, länger anhaltende Schließungen „ohne Zweifel den Konkurs für etliche Mitglieder bedeuten“. Die bisher zur Verfügung stehenden Überbrückungshilfen der Bundesregierung nützen den meisten Zoos nichts, da sie sich oft in kommunaler Trägerschaft befänden oder Rechtsformen hätten, „für die die zugesagten Mittel nicht nutzbar sind“.

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Sachsens Landesregierung hatte am Dienstag finanzielle Unterstützungen für drei besonders von den Corona-Beschränkungen betroffene Branchen auf den Weg gebracht – darunter Tierparks und Zoologischen Gärten. „Auch diese Einrichtungen sind und waren durch die Corona-Schutzmaßnahmen mit großen Einschränkungen konfrontiert“, hatte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) bei einer Pressekonferenz gesagt. Insgesamt sollen fünf Millionen Euro bereitgestellt werden, um finanzielle Engpässe zu überbrücken.

Von LVZ/epd/jhz

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