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Telefonaktion

Expertinnen und Experten des UKL beraten zum Thema Darmkrebs

Diese Expert:innen des UKL nahmen an der Telefonaktion teil

Diese Expert:innen des UKL nahmen an der Telefonaktion teil (v.l.n.r.): Prof. Ines Gockel, Viszeralchirurgie, PD Dr. Sigmar Stelzner, Viszeralchirurgie, Dr. Jürgen Feisthammel, Gastroenterologie, sowie Dr. Matthias Mehdorn, Viszeralchirurgie, Dr. Helge Danker, Psychoonkologie, Prof. Ulrich Hacker, UCCL/Onkologie.

Leipzig. Selbst wenn Darmkrebs zu einem frühen Zeitpunkt entdeckt wird, ist eine Operation meist unumgänglich, kann dann in aller Regel aber minimal-invasiv ausgeführt werden. Mediziner:innen raten daher immer zu Vorsorgeuntersuchungen.

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Während der Telefonaktion am 11. März 2022 im Rahmen des Darmkrebsmonats März konnten Anrufer:innen mit ausgewählten Ärzt:innen der Viszeralchirurgie, Onkologie, Gastroenterologie und Psychoonkologie sprechen. „Unsere bereits dritte Aktion zum Thema „Darmkrebs“ ist erfolgreich verlaufen. Wir konnten überwiegend positive Reaktionen verzeichnen und werden ganz bestimmt auch im kommenden Darmkrebsmonat 2023 wieder am Start sein“, so Prof. Gockel, Leiterin der Viszeralchirurgie.

Vorsorge wichtig, denn Darmkrebs wartet nicht

„Trotz moderner Möglichkeiten in der Chirurgie bleibt das beste immer noch die Vorsorge – auch und gerade in Zeiten der Pandemie“, erklärte vorab Privatdozent Dr. Sigmar Stelzner, leitender Oberarzt in der Viszeralchirurgie des UKL und neuer Leiter des Darmkrebszentrums. „Denn“, so betonte er, „der Darmkrebs wartet nicht, sondern bildet sich in über 90 Prozent aller Fälle ganz spontan. Trotzdem helfen aber regelmäßige körperliche Betätigung, wie zum Beispiel ein täglicher Spaziergang, eine ausgewogene, fleischarme Kost und wenig bis gar kein Alkohol und Nikotin, die Entstehung von Darmkrebs zu verhindern.“

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Chance auf Heilung bei frühzeitiger Entdeckung gut

Aus seiner Sicht sei es sogar verständlich, dass wegen der Corona-Pandemie viele Menschen vermeintlich weniger dringliche Probleme verschoben haben, wie eben auch eine Vorsorgekoloskopie, meinte PD Dr. Stelzner. Diese wird in Deutschland ab dem 55. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen und auch von den meisten privaten Versicherungen bezahlt und zielt auf die Erkennung von Darmkrebs oder von Vorstufen, welche in aller Regel gut behandelt werden können.

„Wird ein Darmkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, ist eine Operation oft unumgänglich. Dennoch bietet die Frühform entscheidende Vorteile“, erläuterte der UKL-Experte. In aller Regel könne die notwendige Operation minimal-invasiv ausgeführt werden, entweder als klassische „Knopflochchirurgie“ oder mit Hilfe eines Operationsroboters, wie er auch am UKL im Einsatz ist.

Frühform hieße aber vor allem, so PD Dr. Stelzner, dass die Chancen auf Heilung sehr gut stünden, da die Tumoren dann noch nicht gestreut hätten, weder in andere Organe wie Leber oder Lunge, noch in die darmnahen Lymphknoten.

Ringen um jeden Millimeter

„Ein sehr emotionales Thema ist auch der schließmuskelnahe Enddarmkrebs“, berichtete der Viszeralchirurg aus seiner langjährigen Erfahrung. „Musste in der Vergangenheit häufig ein dauerhaftes Stoma, also ein künstlicher Darmausgang, angelegt werden, kann innerhalb eines Darmkrebszentrums, wie wir es hier am UKL haben, durch das Zusammenwirken vieler Fachrichtungen häufig doch ein Schließmuskelerhalt erzielt werden.“

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Eine individuelle Beurteilung, ein maßgeschneidertes Therapiekonzept und eine präzise Operationstechnik seien wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. „Wir ringen bei diesen Operationen um jeden Millimeter“, meinte der Darmoperateur, der für diese komplexen Eingriffe auch umfangreiche anatomische Studien durchgeführt hat.

Webcast: „Das kolorektale Karzinom im Fokus“

Bereits zwei Tage vor der Telefonaktion, am 9. März, hatten PD Dr. Stelzner und Prof. Ines Gockel, Leiterin der UKL-Viszeralchirurgie, ihre Kolleg:innen zu einer Online-Fachveranstaltung mit dem Titel „Das kolorektale Karzinom im Fokus“ geladen.

Noch immer werde die Gesundheitslandschaft in Deutschland von der Corona-Pandemie mit ihren weitreichenden Auswirkungen geprägt, so die Veranstalter. Davon seien auch Patient:innen mit kolorektalem Karzinom betroffen. Mit der Veranstaltung wollten die UKL-Mediziner:innen signalisieren, dass trotz aller Umstände die Vorsorge, Diagnose und Therapie des kolorektalen Karzinoms vollumfänglich gewährleistet werden könne.

Von Markus Bien

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