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Training für die Adern

Dr. Holger Staab, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im Helios Park-Klinikum Leipzig, im Operationssaal.

Dr. Holger Staab, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im Helios Park-Klinikum Leipzig, im Operationssaal.

Leipzig. Durchblutungsstörungen können in jedem Alter auftreten und sind häufig auf fehlende Bewegung sowie ungesunde Ernährung zurückzuführen. Dr. Holger Staab vom Helios Park-Klinikum Leipzig erklärt, welche Ursachen zu verstopften Adern führen können und was jeder selbst tun kann für gesunde Blutgefäße.

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Wie erkennt man an den Blutgefäßen im menschlichen Körper, wie gesund jemand lebt?

Die Arterien, welche das Blut vom Herzen weg in alle unsere Körperbereiche transportieren, sind ein Spiegelbild unserer Essgewohnheiten und unserer Lebensweise. Dies kann man auch daran erkennen, dass ein Großteil unserer Patienten sehr wenig Sport treibt. Zucker und fetthaltige Lebensmittel hinterlassen im Laufe unseres Lebens an den Blutgefäßen deutliche schädliche Spuren. Zu wenig Bewegung oder sportliche Aktivität kann bei arteriellen und venösen Erkrankungen den Krankheitsverlauf wesentlich negativ bestimmen.

Welche Probleme verursachen verstopfte Arterien oder schlaffe Venen bei Menschen?

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Wer sich dauerhaft schlecht, also zu fett- und zuckerreich ernährt, verursacht damit Ablagerungen an den Gefäßwänden, die eine Entzündung hervorrufen. Diese Entzündungen bewirken Verkalkungen der Gefäße, die mit einer Verengung der Blutgefäße und somit einer schlechteren Versorgung der Muskulatur mit sauerstoffreichem Blut einhergeht. Somit ist die Leistungsfähigkeit deutlich herabgesetzt. Wer also viel Sport treibt, trainiert all seine Muskeln, auch den Herzmuskel, und ernährt sich in der Regel gesünder. Dazu kommt, dass trainierte Bein- und Wadenmuskeln helfen können, die Venenfunktion besser aufrechtzuerhalten und so Thrombosen vorzubeugen.

Welche Sportarten empfehlen Sie, um Durchblutungsstörungen vorzubeugen?

Grundsätzlich ist erst einmal jede Form von Bewegung gut. Damit man auch dabeibleibt, sollte der Spaßfaktor möglichst hoch sein. Auch Sport mit anderen zusammen wirkt oft motivationsfördernd. Für eine Verbesserung der Durchblutung sind vor allem Ausdauersportarten empfehlenswert. Da sie mit zunehmender Dauer der Belastung auch die Fettverbrennung des Körpers anregen, kann somit direkt Fettablagerungen in den Gefäßen vorgebeugt werden. Ebenso stärken sie das Herz, welches den Blutfluss durch den Körper antreibt. Eine gute Durchblutung der Beine kann so also der Schaufensterkrankheit und einer Sauerstoffarmut in den Extremitäten vorbeugen. Diese kann im Extremfall zu einer sehr schlechten Blutversorgung der Beine führen und in einer Amputation münden. Spezielle Übungen für die Venen sind vor allem Menschen zu empfehlen, die viel sitzen. Diese sollten möglichst regelmäßig und aktiv ihre Wadenmuskulatur trainieren und betätigen. Das aktiviert die Muskelpumpe, damit diese das venöse Blut zurück zum Herzen transportieren kann. Übungen, die zum Beispiel am Arbeitsplatz durchgeführt werden können, finden sich im Internet.

Sport und die richtige Ernährung – ein Thema nur für die „älteren Semester“?

Ganz im Gegenteil! Der menschliche Körper baut schon vor dem 20. Lebensjahr langsam ab, aber diese Degeneration können wir bewusst positiv oder negativ beeinflussen. Ich kenne Patienten, die auch in höherem Alter durch Training Herz-Kreislauf-Risiken oder Durchblutungsstörung entscheidend minimieren konnten und ihre Leistungsfähigkeit beim Gehen von wenigen Metern auf mehrere Kilometer verbessern konnten. Selbst bei manchen Gefäßverschlüssen können sich durch kontinuierliches Gehtraining Gefäße erweitern und neue Verzweigungen bilden.

Über Dr. Holger Staab

Dr. Holger Staab (*1975) studierte Humanmedizin an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Staab machte seinen Facharzt in Chirurgie und Gefäßchirurgie, Endovaskulärer Chirurgie und Notfallmedizin. Seit Anfang 2021 ist er Chefarzt des nunmehr eigenständigen Fachbereichs Gefäßchirurgie des Helios Park-Klinikum Leipzig. Als aktiver Triathlet verfügt er überdies selbst an Erfahrung im Ausdauersport.

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Kontakt

Helios Park-Klinikum Leipzig
Strümpellstraße 39/41
04289 Leipzig

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Helios Park-Klinikum Leipzig.

Von LMG/PR

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