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Blut spenden im Advent und Neugeborenen helfen

Ein Herzensprojekt des Vereins Leipziger Minilöwen ist die Finanzierung eines sehr lebensechten Frühchensimulators, um kritische Situationen, im Team zu trainieren. Die lebensecht wirkende Puppe namens Paul sorgt wegen einer detailgetreuen Verarbeitung für hochrealistische Schulungen: Mit einem Gewicht von 1090 Gramm entspricht er einem Frühchen der 27. Schwangerschaftswoche. Links im Foto: Prof. Matthias Knüpfer, leitender Oberarzt der UKL-Neonatologie.

Ein Herzensprojekt des Vereins Leipziger Minilöwen ist die Finanzierung eines sehr lebensechten Frühchensimulators, um kritische Situationen, im Team zu trainieren. Die lebensecht wirkende Puppe namens Paul sorgt wegen einer detailgetreuen Verarbeitung für hochrealistische Schulungen: Mit einem Gewicht von 1090 Gramm entspricht er einem Frühchen der 27. Schwangerschaftswoche. Links im Foto: Prof. Matthias Knüpfer, leitender Oberarzt der UKL-Neonatologie.

Leipzig. Am 29. November 2022 ist Giving Tuesday – eine weltweite Bewegung, die das Geben, Spenden, Engagement und Solidarität in den Vordergrund stellt und fördert. Bei der Blutbank des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) stellt dieser Aktionstag den Auftakt für die diesjährige „Herzensangelegenheit“ dar: Bei der Weihnachts-Aktion der Blutbank können Blutspender:innen vom 29. November bis 23. Dezember 2022 wieder doppelt helfen, indem sie nicht nur Leben schenken, sondern zudem ihre Aufwandsentschädigung einem gutem Zweck überlassen.

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In diesem Jahr möchte die UKL-Blutbank den Verein Leipziger Minilöwen unterstützen, der sich für eine bessere medizinische Versorgung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen am UKL engagiert.

„Wir wollen wir Eltern Hilfe bei der Bewältigung einer Frühgeburt anbieten und den Kontakt zwischen den betroffenen Familien stärken. Gleichzeitig sammeln wir Spenden, um medizinische Geräte anzuschaffen, die über den Kliniketat nicht ­finanziert werden können“, sagt die Biologin Dr. Diana Dornis, die als Studienkoordinatorin in der Neonatologie am UKL arbeitet und sich seit vielen Jahren im Verein Leipziger Minilöwen einsetzt.

„Für die Therapie in herausfordernden Situationen reicht die Kenntnis der Theorie nicht aus. Den Ablauf bei einer Reanimation von Neugeborenen muss man immer wieder üben.“

Dr. Diana Dornis, Studienkoordinatorin der Neonatologie am UKL

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Frühchensimulators notwendig

Der Verein möchte darüber hinaus die Entwicklung neuer Therapien mit vorantreiben, so dass Frühgeborene zukünftig noch besser behandelt werden können. „Ein Herzensprojekt des Vereins ist derzeit die Finanzierung eines sehr lebensechten Frühchensimulators, um kritische Situationen, die auf Station tagtäglich vorkommen, im Team zu trainieren“, so Diana Dornis.

Die lebensecht wirkende Puppe namens Paul sorge aufgrund einer detailgetreuen Verarbeitung für hochrealistische Schulungen: „Mit einem Gewicht von 1090 Gramm entspricht er einem Frühchen der 27. Schwangerschaftswoche, so als hätte er drei Monate zu früh das Licht der Welt erblickt“, erzählt die Wissenschaftlerin.

„Das Besondere an Paul: Er hat hochrealistische obere Atemwege und kann beispielsweise ein Atemnotsyndrom nachahmen. Für diese Simulation sitzt an einem Ende ein Arzt, der Paul via mitgeliefertem Tablet auf bestimmte Komplikationen programmiert. Am anderen Ende im Behandlungsraum steht das Team, das in Echtzeit reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen muss“, beschreibt Dr. Dornis die Funktionsweise des Frühchensimulators.

„Wir freuen uns über jeden, der bereit ist, mit seiner Blutspende kranken Menschen zu helfen.“

Prof. Reinhard Henschler, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin am UKL

„Für die Therapie in herausfordernden Situationen reicht die Kenntnis der Theorie nicht aus. Den Ablauf bei einer Reanimation von Neugeborenen muss man immer wieder üben. Erst damit erreichen wir die notwendige Sicherheit und können professionell arbeiten. Der „Paul“-Simulator ist hervorragend geeignet, um unser Team optimal vorzubereiten, damit im Ernstfall alles reibungslos klappt“, sagt Prof. Matthias Knüpfer, leitender Oberarzt in der Abteilung Neonatologie am UKL.

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Für Herzensangelegenheit Blut spenden

Blutspender:innen können den Verein bei ihrem Herzensprojekt unterstützen, indem sie im Rahmen der diesjährigen „Herzensangelegenheit“ die für ihre Blutspende erhaltene Aufwandsentschädigung diesem guten Zweck zukommen lassen. Mit ihren jährlichen Charity-Aktionen machen sich UKL-Blutspender:innen in der Adventszeit seit 2010 für Vereine und Initiativen aus Leipzig stark.

Die Aktion für die Leipziger Minilöwen findet bis 23. Dezember 2022 in allen Spendeeinrichtungen der UKL-Blutbank statt. „Wir freuen uns über jeden, der bereit ist, mit seiner Blutspende kranken Menschen zu helfen“, sagt Prof. Reinhard Henschler, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin (ITM) am UKL. Die Lage im Blutdepot des Instituts sei weiterhin nicht entspannt, so der Transfusionsmediziner, da das aktuelle Spenderaufkommen kaum den vorhandenen Bedarf an lebensrettenden Blutprodukten decke.

Blutbank-Wichtel gesucht

Für die UKL-Spenderinnen soll im Dezember die Adventsstimmung auch nicht zu kurz kommen: Wer mag, kann „Blutbank-Wichtel“ werden, indem er zu seiner Blutspende ein kleines Geschenk mitbringt – und kann sich dann wieder selbst dafür eins mitnehmen.

Bei dieser vorweihnachtlichen Aktion sollen keine teuren Präsente auf den Gabentisch landen – hochwertige technische Geräte wie Smartphones, Tablets oder ähnliches wird man dabei nicht finden. „Wichtig ist die Geste, es soll allen teilnehmenden Blutspender:innen Spaß machen“, beschreibt Prof. Henschler die geplante ­Aktion.

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„Jeder hat bestimmt in seinem eigenem Haushalt Dinge, die er nicht braucht, die in einer Ecke, im Keller oder auf dem Dachboden stehen und dort langsam vergessen werden. Mit unserer Aktion finden sie ein neues Zuhause und machen auf diese Weise einem anderen vielleicht eine echte Freude.“ Ein klassisches „Schrottwichteln“ also, bei dem natürlich nur Dinge verschenkt werden sollen, die noch funktionstüchtig sind.

Darüber hinaus sollte das Päckchen handlich und nicht zu schwer sein. Mit fünf Geschenken, die zunächst vom Team der UKL-Blutbank für den „Tausch“ bereitgestellt werden, startet die Aktion ebenfalls am 29. November und läuft bis 22. Dezember 2022.

Voraussetzung fürs Blutspende

Blut spenden kann fast jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, über 50 Kilogramm wiegt und sich gesundheitlich fit fühlt. Mitzubringen ist der Personalausweis, vor der Spende sollte man gut getrunken und sich gestärkt haben. Eine Terminvereinbarung unter Telefon 0341 97 25393 ist möglich, aber keine Vorrausetzung – Spendewillige können im Rahmen der Öffnungszeiten auch einfach für ihren freiwilligen Aderlass vorbeikommen.

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Übrigens: Noch bis Ende Dezember 2022 haben Blutspender:innen am UKL im Rahmen ihrer Blutspende die Möglichkeit, ihren Corona-Antikörperstatus bestimmen zu lassen. Anhand des Nachweises von SARS-CoV 2 Antikörpern im Blut können Rückschlüsse auf eine gebildete Immunität gegen das Virus gezogen werden.

Mehr Infos auf www.blutbank-leipzig.de

Von Anja Grießer

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