Anzeige

Gedenkstunde für verstorbene Kinder in der Nikolaikirche

Im Abschiedsraum der Kinder-Intensivstation des UKL: Ein gemalter Baum an einer der Wände trägt an seinen Ästen und Zweigen kleine Sterne, Herzen, Schmetterlinge oder Blumen, die an verstorbene Kinder erinnern.

Im Abschiedsraum der Kinder-Intensivstation des UKL: Ein gemalter Baum an einer der Wände trägt an seinen Ästen und Zweigen kleine Sterne, Herzen, Schmetterlinge oder Blumen, die an verstorbene Kinder erinnern.

Leipzig. Jährlich sind es deutschlandweit über 20 .000 Kinder, die an einer Krankheit, durch Unfall, ein Gewaltverbrechen oder Suizid sterben. Dabei ist es egal, wie alt die Kinder waren und wie lang der Tod des Kindes zurückliegt: Für die Betroffenen wird der Schmerz über den Verlust vielleicht geringer, aber nie verschwinden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Kinder hinterlassen immer Spuren, auch wenn sie nur wenig Zeit im Kreise ihrer Lieben verbringen konnten“, sagt Dr. Manuela Siekmeyer, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). Sie leitet die Kinder-Intensivstation und arbeitet auch im Kinder-Hospiz, wird also relativ oft mit diesen Situationen konfrontiert, in denen sowohl der medizinische Fortschritt als auch die ärztliche Kunst am Ende sind.

„Ich gehe seit Jahren zu dieser Gedenkstunde, weil sie für mich selbst ganz wichtig ist. Denn ich brauche dieses gemeinsame Innehalten, um auch selbst zur Ruhe zu kommen.“

Lesen Sie auch

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Durch die Gedenkstunde werde allen deutlich, dass es weitere Betroffene gibt, die auch noch Jahre nach dem Tod des Kindes zu diesem Gedenken kommen.

Denn besonders in der Advents- und Weihnachtszeit rücken die Familien traditionell enger zusammen. Für die Familien, die ein Kind verloren haben, ist jedoch genau diese Zeit mit Schmerz und Verzweiflung verbunden. Deshalb bietet in Leipzig ein Initiativkreis von engagierten Vereinen und Verbänden den Familien von verstorbenen Kindern jedes Jahr diesen Raum der Trauer, des Schweigens und auch des Redens über ihr Schicksal.

Am 11. Dezember 2022 sind um 18 Uhr alle Betroffenen und Wegbegleiter:innen – unabhängig von Konfessions- oder Religionszugehörigkeit – in die Nikolaikirche eingeladen, um in der Gedenkfeier einen Rahmen und einen Ort für ihre Trauer und gemeinsames Gedenken zu finden. Mit einer Kerze für jedes Kind wird zum Abschluss viel Licht den Raum erhellen und ein Zeichen für alle Kinder und jungen Menschen setzen, die zu früh von dieser Welt gegangen sind.

Von UN

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen