Kinderherzchirurgie

Prof. Kostelka operiert 10 000. Kinderherz

Ein Leben für die Kinderherzchirurgie: Prof. Dr. Martin ­Kostelka ist einer der Besten seines Fachs.

Ein Leben für die Kinderherzchirurgie: Prof. Dr. Martin ­Kostelka ist einer der Besten seines Fachs.

Leipzig. Wöchentlich pendelt der Leitende Oberarzt und Kinderherzchirurg Prof. Dr. Martin Kostelka seit 1998 regelmäßig zwischen seinem Wohnort Prag und Leipzig. Es ist ein großes persönliches Opfer, das der Tscheche seit 23 Jahren aufbringt. Nach dem Feierabend im Herzzentrum konzentriere er sich ausschließlich auf die Aufgaben des kommenden Tages. „Ich will Höchstleistungen und Bestleistungen bringen. Dafür braucht es klare Strukturen, auch im persönlichen Leben“, betont Kostelka.

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Das Ziel, das er damit verfolgt, hat er klar definiert. „Die Überlebensrate der kleinen Patienten, die mit einem Herzfehler zur Welt kommen und eine chirurgische Behandlung benötigen, liegt im Herzzentrum Leipzig derzeit kurzfristig, also 30 Tage nach der OP, bei 98,5 Prozent und langfristig bei 97,5 Prozent. Mein ewiger Traum wäre, dass es 100 Prozent werden“, so der Kinderherzchirurg.

Bis zu zehn Kinderherz-Operationen in der Woche

Die Wegstrecke, die er mitsamt seinem Team seit 1998 zurückgelegt hat, ist riesig. Vor dieser Zeit operierte man in Leipzig weit unter 100 Kinder pro Jahr. Heute seien es bis zu zehn in der Woche. Selbst schwere, komplexe Operationen an Kleinkindern würden hier inzwischen ausgeführt. „Das ist mein Beitrag”, ist der Tscheche überzeugt.

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Schon vor 20 Jahren galt der gebürtige Prager als einer der Besten seines Fachs. Neben seinem Studium samt Promotion in Tschechien genoss er mehrmonatige Ausbildungseinheiten in England und den USA. Das Wissen, das er sich dabei aneignete, kommt seinen Patienten, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis heute zugute. Er habe inzwischen ein perfektes Team um sich, von der OP-Schwester bis zum Arzt, fügt er an.

Ausgezeichnete Zusammenarbeit

Um den kleinen Patienten ein möglichst langes und beschwerdefreies Leben zu ermöglichen, bedarf es aber nicht nur der Künste und Fähigkeiten der Herzchirurgie. „Eine perfekte Diagnostik sowie die gemeinsame Nachbetreuung zusammen mit der Kardiologie sind ebenso wichtige Faktoren”, hebt Kostelka hervor. Diese Zusammenarbeit sei der Grund dafür, dass es immer mehr EMAH-Patienten gebe, also Erwachsene mit angeborenem Herzfehler. Früher hätten diese Menschen nur eine geringe Lebenserwartung gehabt. Heute nimmt die Zahl der Erwachsenen, die mit einem Herzfehler geboren wurden, rasant zu.

Als Kinderherzchirurg zu arbeiten, verlangt eine große Verantwortung. Man ist gezwungen, am OP-Tisch jeden Tag fehlerfrei zu agieren. Die Erfolgsgefühle, die Martin Kostelka bei seiner Arbeit erlebt, kompensierten aber den Verlust des Privatlebens.

In Summe operierte er in seinem bisherigen Berufsleben über 10 000 Kinderherzen, 8500 davon in Leipzig. Weltweit, sagt der Leitende Oberarzt, sei das einzigartig.

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Von PR/LMG

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