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Auszeichnung: Leipziger Rheumaspezialist erforscht Reaktionen auf COVID-Impfungen

Der UKL-Rheumatologe Dr. Marco Krasselt (re.) ist Preisträger 2022 des Wolfgang-Schulze-Förderpreises. Überreicht wurde er von Dr. Helmut Sörensen, Rheumatologe und Landespräsident der Deutschen Rheuma-Liga in Berlin.

Der UKL-Rheumatologe Dr. Marco Krasselt (re.) ist Preisträger 2022 des Wolfgang-Schulze-Förderpreises. Überreicht wurde er von Dr. Helmut Sörensen, Rheumatologe und Landespräsident der Deutschen Rheuma-Liga in Berlin.

Leipzig. Mit diesem Preis wurden Krasselts Arbeiten gewürdigt, die Reaktionen von mit Immunsuppressiva behandelten Rheumapatient:innen auf COVID-19-Impfungen untersuchten. Die Ergebnisse sind in der renommierten Fachzeitschrift „Rheumatology“ veröffentlicht worden.

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„Die in Deutschland verwendeten Vakzine wurden vor ihrer Zulassung getestet“, erklärt Dr. Krasselt. „Aber natürlich nicht an kranken, sondern gesunden Menschen. Deshalb war völlig unklar, wie Patient:innen mit rheumatischen Erkrankungen auf die Impfungen reagieren, vor allem dann, wenn sie Medikamente nehmen, die das Immunsystem herunterfahren. Das Ergebnis der Untersuchung mit 303 Patient:innen zeigt: Die verfügbaren COVID-19-Impfungen funktionieren, bei der überwiegenden Mehrheit der Patient:innen stellt sich ein nachweisbarer Impfschutz ein.“

Wie der Rheumatologe weiter erläutert, schränkten einzelne Immunsuppressiva die Immunantwort zwar ein, doch wurde bei der Hälfte der hiervon betroffenen Patient:innen eine sogenannte zelluläre Immunantwort nachgewiesen, auch wenn Antikörper nicht gefunden wurden. Die Bildung spezifischer Immunzellen könne vor einer COVID-19-Erkrankung und einem gefährlichen Verlauf schützen, auch wenn der beste Schutz bei gleichzeitiger Antikörperbildung bestehe.

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„Für Patient:innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen bedeutet das, dass der Impferfolg maßgeblich von der Art der immunsuppressiven Therapie abhängt“, so Dr. Krasselt, der seit 2012 an der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie und Rheumatologie des UKL arbeitet. „Insbesondere bei der Behandlung mit dem B-Zell-Antikörper Rituximab ist die Wahrscheinlichkeit einer Impfantwort deutlich reduziert, weshalb hier ein möglichst großer Abstand zwischen letzter Medikamentengabe und Impfung gewählt werden sollte. Gegebenenfalls kann – je nach Erkrankungsaktivität – auch eine vorübergehende Therapiepause sinnvoll sein.“

Mehr Infos unter www.rheuma-liga-berlin.de

Von Uwe Niemann

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